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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Grüne wollen Experten an Tisch holen

18.03.2019

Brake /Wesermarsch Einen Sonderausschuss mit den Themen Geburtshilfe, Hebammenversorgung, Frauen- und Elternpolitik, in dem all diese Akteure gehört werden, beantragt die Kreistagsfraktion der Grünen und hat dazu einen Dringlichkeitsantrag an den Kreistag gestellt. Der tagt an diesem Montag, 18. März, öffentlich ab 16.30 Uhr im Kreishaus, Poggenburger Straße 15. „Statt Resolutionen zur Hebammenausbildung ohne Beratung im Fachausschuss zu beschließen, wird es dringend Zeit, den Hebammen, ihren Verbänden und Wissenschaftler*innen endlich zuzuhören, die seit Jahren daran arbeiten, ihren Beruf zu akademisieren“, meint Antragstellerin Christina-Johanne Schröder.

Ein solches Vorgehen ist für die Kreistagsabgeordnete zielführender, „anstatt reflexartig eine Resolution zu verfassen“. Im Kreistag steht auch eine Resolution der Stadt Wilhelmshaven zur Abstimmung, die die Einrichtung eines Hebammenstudienganges in der Stadt zum Ziel hat. Diese war laut Kreisrat Hans Kemmeries im nicht öffentlich tagenden Kreisausschuss kontrovers diskutiert worden und ohne Beschlussempfehlung geblieben.

Schröder ist der Meinung, dass der Kreistag Experten anhören sollte: „Ein Kreistag, in dem von 42 Mandatierten nur sechs Frauen sitzen und nur fünf unter 40, sollte mangelnde Repräsentanz hin und wieder wettmachen, indem von ihrer Politik Betroffene eingeladen werden – in dem Fall werdende Eltern.“

Deren Situation und ganz besonders die der Frauen habe sich durch die Schließung des Kreißsaals in der Helios-Klink Nordenham im Landkreis weiter zugespitzt, meint Schröder. Geburtsvorbereitungs-, Schwangerschafts- oder gar Stillkurse würden kaum angeboten. Für werdende Eltern werde es immer schwieriger, eine Hebamme zu finden. Diese wiederum beklagten die mangelnde soziale wie finanzielle Anerkennung ihrer wichtigen Arbeit.

Zwar seien Politik und Verwaltung im Kreis keineswegs untätig gewesen, betont Schröder und verweist auf Verhütungsmittelzuschuss, Kilometergeld für Hebammen, Hebammenzentrale, Zuschüsse für Beratungsstellen und Modellprojekte, das neue Frauenhaus oder auch die Kitaplatz-Umlage und Familienhebammen. „Viele kleine, gemeinsam entwickelte Maßnahmen zeigen: Wir in der Wesermarsch wollen hier Familien, wir wollen eine gute Politik für Frauen und werdende Eltern machen.“ Umso wichtiger sei es, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und all diese Akteure zu hören. Die Grünen-Kreistagsfraktion möchte daher Hebammen, ihre Verbände, Beratungsstellen, Frauen- und Elternverbände an einen Tisch holen, um gemeinsam langfristige Maßnahmen zu erarbeiten, die die Situation von werdenden sowie jungen Eltern, Schwangeren und praktizierenden Hebammen im Landkreis weiter verbessern.

Kemmeries hatte in einem Pressegespräch bereits über Planungen des Landkreises berichtet, gemeinsam mit Hebammen kurzfristig zwei Versorgungszentren im Landkreis einzurichten.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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