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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Ehrenamt: Brücke zurück ins Leben schlagen

07.11.2016

Brake An der Wand hängt ein Kreuz als Zeichen des Christentums. Eine Buddha-Statue und das Zeichen der Humanisten auf dem kleinen Traueraltar davor machen es aber deutlich: Der Trauertreff Sonnenblume steht Menschen aller Religionen und Weltanschauungen offen. Menschen, die einen Verlust erlitten haben, finden hier Trost und können sich austauschen. Moderiert von geschulten Ehrenamtlichen – es sind stets zwei vor Ort, so dass auch Einzelgespräche möglich sind – können sie ihren Verlust im Gespräch verarbeiten. „Brücken ins Leben schlagen“, nennt Vorsitzender Thomas Wulf das – seit fünf Jahren. Und das soll gefeiert werden.

Am Dienstag, 15. November, finden in und vor den Räumen des Trauertreffs in der Langen Straße 62 ein Festakt statt. Eingeladen sind von 16 bis 19 Uhr alle Unterstützer und Freunde der Einrichtung sowie die interessierte Öffentlichkeit – „um die Räume und die Personen dahinter kennenzulernen“, so Wulf. Da die Räumlichkeiten des Vereins KIT Wesermarsch, unter dessen Dach der Trauertreff steht, begrenzt sind, wird ein Teil der Veranstaltung auf der Langen Straße stattfinden. Diese werde im Bereich des KIT dafür zeitweise gesperrt, kündigt Wulf an.

Das Programm

Der Festakt zum fünfjährigen Bestehen des Trauertreffs Sonnenblume findet am Dienstag, 15. November, 16 bis 19 Uhr, in der Langen Straße 62 statt.

Den Auftakt machen Begrüßung und Verlesung eines Grußwortes von Schirmherr Björn Thümler sowie Reden von Landrat Thomas Brückmann und eines Stadt-Vertreters.

Für die Glaubensrichtungen sprechen Pastor Karl-Heinz Vorwerk (kath. Kirchengemeinde St. Marien), Pfarrer Hans-Martin Röker (Ev.-luth. Kirchengemeinde Brake an der Weser), Nuri Akdag (Türkisch-Islamische Gemeinde Brake), Angelika Dumat (Lehrerin für Buddhismus und Meditation) sowie Dieter Hashagen (Humanist und Leiter des Trauertreffs Sonnenblume) über Tod und Trauer. Als Vertreter der politischen Parteien stehen Holger Kromminga (SPD), Dr. Gesa Hansen (WGB), Horst Kortlang (FDP), Daniel Stellmann (CDU) und Dragos Pancescu (Grüne) auf der Rednerliste.

Der Trauertreff ist am 15. November 2011 gegründet worden, wenige Monate nach dem Kriseninterventionsteam (KIT). Das betreut kostenlos und gemeinnützig überlebende Kinder und Erwachsene nach Todes- und Unglücksfällen sofort an der Einsatzstelle. „In Gesprächen hat sich schnell herausgestellt, dass viele Hinterbliebene nach einem Todesfall sozial isoliert sind“, blickt Wulf zurück. Ziel des Trauertreffs sei es, solche Menschen über eine gewisse Zeit bei ihrer Rückkehr ins soziale Leben zu begleiten. Dazu habe man ein „sekundäres Netzwerk“ aus Vereinen, Kirchen und anderen Institutionen aufgebaut, in denen die Trauerden aufgefangen „und an die Hand genommen“ werden. Das „primäre Netzwerk“ von KIT besteht aus Therapeuten, die nach einem Todesfall binnen 72 Stunden für ein erstes erstes Gespräch zur Verfügung stehen.

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Der Trauertreff steht Betroffenen aus der ganzen Wesermarsch offen. Die Treffen finden wöchentlich montags von 17 bis 20 Uhr statt. Telefonisch kann unter Telefon  04401/ 50587072 ein erster Kontakt geknüpft werden. Um eine regelmäßige und intensive Aufarbeitung zu ermöglichen, habe man sich ganz bewusst für einen wöchentlichen Rhythmus mit drei Stunden entschieden, so Wulf, zu dem Angebot, das sich dadurch von anderen unterscheide. Vor allem seien es Frauen, die es wahrnehmen, oft ältere. Aber auch Jugendliche und Kinder (nicht montags in der Gruppe) werden von den Ehrenamtlichen immer wieder betreut. Insgesamt sind sechs Aktive für die Trauer-Gesprächen geschult, zwei weitere bereiten sich gerade vor.


Mehr Infos unter   www.kit-wesermarsch.de/trauertreff-sonnenblume 
Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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