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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Butjadingen will bei Erziehern punkten

08.09.2018

Butjadingen Bisher kann die Gemeinde Butjadingen noch alle Rechtsansprüche auf Kindergartenplätze erfüllen, doch die Personalsituation in den Butjadinger Kindergärten ist – wie auch in vielen anderen Gemeinden – angespannt und die Situation wird sich in Zukunft eher verschlechtern. Das war das Fazit der Sitzung des Ausschusses für Familie, Jugend, Sport und Kultur am Donnerstagabend.

Es werde durchweg schwieriger, ausgebildetes Fachpersonal für die Arbeit in den Kindergärten und Krippen als Gruppenleitung oder Zweitkraft zu gewinnen, berichtete Joachim Wulf, Leiter des Amtes für Zentrale Dienste. Der Einsatz von Vertretungskräften sei mühevoll. Zudem hätten Kindertagesstätten darauf hingewiesen, dass die Altersstruktur in den Einrichtungen mittel- und kurzfristig den Einsatz von Nachwuchskräften erfordere, berichtete Joachim Wulf weiter. Er stellte dem Ausschuss verschiedene Vorschläge für Maßnahmen zur Personalgewinnung beziehungsweise zur Bindung des Personals an die Einrichtung vor, die in Abstimmung mit den Städten und Gemeinden des Landkreises Wesermarsch erarbeitet wurden.

Zuwendungsbetrag

Die Ausbildung zum Sozialassistenten und weiterführend zum Erzieher erfolgt zurzeit in einem rein schulischen System. Dabei erhalten die Auszubildenden grundsätzlich keine Vergütung, berichtete Joachim Wulf. Im Zweiten Ausbildungsjahr leisten die angehenden Sozialassistenten jedoch ein längeres Praktikum ab. Vorgeschlagen wurde nun, während dieser Zeit eine monatliche Zuwendung von 200 Euro an die Praktikanten zu zahlen.

Entfristung

Eine weitere Maßnahme ist die Umwandlung von bisher befristeten Anstellungsverträgen in unbefristete Verträge, soweit möglich. Das erhöhe die Arbeitsplatzsicherheit und binde das Personal, berichtete Joachim Wulf. „Viele Einrichtungen haben es erlebt, dass die Mitarbeiter mit einem befristeten Vertrag sofort gegangen sind, wenn sie in einer anderen Einrichtung einen unbefristeten Vertrag bekommen haben“, sagte Joachim Wulf.

Bezahlung anpassen

Wie der Fachdienstleiter weiter ausführte, gebe es in einigen Gruppen Probleme, die erforderlichen Zweitkräfte, in der Regel sind das Sozialassistenten, zu finden. Stattdessen werden in diesen Gruppen ausgebildete Erzieher als Zweitkräfte eingesetzt, die dann aber auch entsprechend geringer bezahlt werden (Entgeltgruppe S3 TVöD). Erzieher werden üblicherweise tarifgemäß nach der Entgeltgruppe S8 TVöD bezahlt. Auch dies führt in vielen Fällen dazu, dass ausgebildete Erzieher in andere Einrichtungen „abwandern“. Um dies zu verhindern, sollten sie „auf jeden Fall als Erzieher vergütet werden“, sagte Joachim Wulf. Dazu müsse der Aufgabenzuschnitt stellenplanmäßig entsprechend verändert werden.

Diesen Teil sah Ratsherrin Uta Meiners (FDP) kritisch. Sie argumentierte, dass im Falle von Neubesetzungen dann auch ein Erzieher auf einen Erzieher folgen müsse, wenn der Stellenplan geändert werde. Bürgermeisterin Ina Korter betonte, dass diese Änderung nur im Einzelfall nach Bedarf Anwendung finden solle. Es ginge darum, dass Erzieher auch nach ihrer Ausbildung bezahlt würden. „Wir haben jetzt schon Probleme, neue Fachkräfte in die Region zu bekommen“, betonte die Bürgermeisterin.

Ratsherr Jürgen Sprickerhof (Bündnis 90/Die Grünen) schlug vor, den entsprechenden Passus der Beschlussvorlage dahingehend zu präzisieren, dass im Falle einer Neubesetzung als Zweitkraft vorrangig ein Sozialassistent einzustellen sei. Des Weiteren forderten die Ausschussmitglieder Joachim Wulf auf, den Kirchengemeinden nochmals nahezulegen, einen Verbund zu gründen, um das Personal flexibler einsetzen zu können.

Merle Ullrich
Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2202

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