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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Zurück in die Zukunft beim Thema Stromtankstelle

02.11.2019

Butjadingen Die Gemeindeverwaltung muss ihren Plan, hinter dem Rathaus eine Ladesäule für Elektro-Autos zu installieren, zwar nicht zu den Akten, zumindest aber auf Eis legen. Der Gemeinderat hat mehrheitlich beschlossen, das Thema ein Jahr ruhen zu lassen und dann erneut zu diskutieren.

Im Finanzausschuss hatte es in der vergangenen Woche für die Ladesäule noch eine Mehrheit gegeben, allerdings nur eine knappe. Drei Ausschussmitglieder hatten für das Anliegen der Verwaltung gestimmt, 3000 Euro für den Anschluss einer solchen Säule zur Verfügung zu stellen, drei hatten sich enthalten und ein Mitglied dagegen gestimmt.

Der Rat war sich nun genau so uneins wie der Fachausschuss. Nur eine hauchdünne Mehrheit hob die Hand für den Antrag von Lambertus Poll, den Beschluss um ein Jahr zu vertagen. Damit wollte der Unabhängige dem Gemeinderat Zeit verschaffen, um abwarten zu können, ob andere Akteure in Burhave ebenfalls E-Ladesäulen installieren. Angekündigt hätten das Hergen Ulken, der Betreiber des Edeka-Markts, sowie auch Ralph Krümpelmann, Inhaber des Kachelstübchens. Das berichtete Johann Evers.

Der CDU-Ratsherr hält den von der Gemeindeverwaltung ausgeguckten Standort hinterm Rathaus für „nicht optimal“. Seine Fraktionskollegin Claudia Cornelius findet ihn sogar „absolut unsinnig“. Sie verwies auf die Ladesäulen gegenüber dem Atrium in Burhave sowie bei Center Parcs in Tossens. Kein Tourist fahre hinter das Rathaus, um sich dann drei oder vier Stunden im Burhaver Ortskern die Zeit vertreiben zu müssen, ehe sein Auto aufgeladen ist, gab Ralf Töllner, ebenfalls CDU, zu bedenken.

Holger Stendel (FDP) ist der Meinung, dass die Verwaltung mit der Installation einer Ladesäule Geld für etwas ausgibt, das sie nicht braucht. Das sieht sein Fraktionskollege Jochen Kiebitz anders. Sieben der neun Kommunen in der Wesermarsch hätten eigene Ladesäulen für E-Autos; gerade als Touristengemeinde müsse auch Butjadingen eine solche Infrastruktur vorhalten, sagte Jochen Kiebitz. Jürgen Sprickerhof (Grüne) bat all die Ratskollegen, die gegen eine gemeindeeigene Ladesäule sind, „nicht so kleinkariert“ zu sein. Es müsse ein Anfang gemacht werden, um die Technologie voranzubringen. Butjadingen könne es sich als Fremdenverkehrsgemeinde und vor dem Hintergrund des Klimawandels nicht leisten, eine solche Ladesäule nicht vorzuhalten, sagte Hans-Gerd Gerdes (Grüne); das sei „ein Trauerspiel.

Bürgermeisterin Ina Korter verteidigte das Anliegen der Gemeinde. Viele Amtskollegen, die das Rathaus aufsuchen, reisten mit dem E-Auto an, und jeder E-Mobilist nutze Apps, um Ladesäulen zu finden und diese gezielt anzusteuern, argumentierte sie. Genützt hat’s nichts. Der Beschluss ist auf 2020 vertagt.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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