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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Der Empörungskultur keinen Vorschub leisten

01.04.2019

Butjadingen „Wissen Sie eigentlich, wie gut sie es hier in Butjadingen haben?“ Ein vielstimmiges Ja war die Antwort. Die Frage hatte Ulrich Schönborn, stellvertretender Chefredakteur der NWZ, am Samstag beim Empfang für Butjadingens frisch gebackene Menschen des Jahres ganz bewusst gestellt. Er warb dafür, bei allen Problemen, die es hier und da geben mag, den Optimismus und den Blick auf das Positive nicht zu kurz kommen zu lassen.

„In einer Zeit, in der jedes Haar in der Suppe gesucht wird, dürfen wir das Loben nicht verlernen“, sagte Ulrich Schönborn. Eben deshalb werde an diesem Tag das Ehrenamt gelobt.

Der stellvertretende Chefredakteur kritisierte eine „bedenkliche Gesinnungszensur“, die heute zu beobachten sei. „Immer mehr Menschen wollen sich keine Meinung bilden, sondern sich ihre Meinung nur noch bestätigen lassen“, sagte Ulrich Schönborn. Alles, was dieser Meinung nicht entspricht, werde als Lüge deklariert. In den Sozialen Netzwerken fänden die Neider und Nörgler, die Brandstifter und Populisten eine Anerkennung, die ihnen vor Facebook, Twitter und Co. nie zuteil geworden wäre. Es sei nicht zuletzt eine Aufgabe der Medien, der „Empörungskultur“ entgegenzuwirken und ihr keinen Vorschub zu leisten, so Ulrich Schönborn.

Bürgermeisterin Ina Korter erinnerte an den Rekordsommer 2018, der gut für den Tourismus, aber eine Katastrophe für die Landwirtschaft gewesen sei. Das extreme Wetter, aber auch die Umfrage der Jade Hochschule und des Vareler Büros Küste und Raum zum Hochwasserrisikomanagement hätten dazu geführt, dass in Butjadingen so oft über den Klimawandel geredet wurde wie nie zuvor.

Ina Korter listete die vielen Maßnahmen auf, mit denen sich die Gemeinde um Klimaschutz bemüht – die Liste reicht vom Austausch herkömmlicher Leuchtmittel gegen klimaschonende LEDs bis hin zu kostenlosen ÖPNV-Angeboten für Urlauber. Die Müllsammelaktionen der vergangenen Wochen mit den vielen Teilnehmern hätten gezeigt, das auch bei den Menschen ein Umdenken einsetzt und sie bereit seien, etwas für ihre Heimat zu tun.

Die stellvertretende Landrätin Ursula Schinski wünschte sich vor den rund 70 Gästen, die Butjadingens Menschen des Jahres feierten, dass es mit dem Ehrenamt so gut weitergeht wie bislang und dass noch mehr junge Menschen bereit sind, sich unentgeltlich für andere einzusetzen. Markus Graf, Vorstand der Raiffeisenbank Butjadingen-Abbehausen eG, dankte allen Empfangsgästen, die ebenfalls ehrenamtlich tätig sind, für ihren „Einsatz für unser schönes Butjadingen“. Ehrenamt sei „Arbeit, die unbezahlbar ist“, sagt er.

Viel Beifall erhielt bei dem Empfang Mats Janik Zech, der die Veranstaltung auf der Gitarre musikalisch umrahmte.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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