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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Artenschutz: „CDU-Vorschläge sind nicht umsetzbar“

28.03.2017

Brake Als „in absehbarer Zeit rechtlich schlicht nicht umsetzbar“ kritisiert der Landtagsabgeordnete Hans-Joachim Janßen (Grüne) die Ideen der CDU zur Regulierung einer möglichen Wolfspopulation in der Wesermarsch. Der Abgeordnete aus Jade warf der CDU vor, Landwirten Handlungskompetenz vorzutäuschen, die Probleme der Nutztierhalter aber nicht zu lösen. Janßen nimmt damit Bezug auf die Informationsveranstaltung seines CDU-Abgeordnetenkollegen Björn Thümler in der Vorwoche.

Die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland fordere alle Beteiligten, so Janßen. „Die Politik ist in der Verantwortung, ein möglichst konfliktarmes Miteinander von Wolf und Mensch umzusetzen.“ Konkrete Maßnahmen entwickelten Nutztierhalter und Wolfsexperten auf der Landesebene daher gemeinsam. „Für die Weidehaltung müssen Schutzmaßnahmen durch Zäune und Herdenschutzhunde ergriffen werden, die gezielte und schnelle Vergrämung des Wolfes soll diese Maßnahmen ergänzen.“ Experten hatten solche Maßnahmen auf der CDU-Veranstaltung als wenig erfolgsversprechend eingeschätzt.

Janßen forderte, die Unterstützung von Weidehaltern weiter auszubauen. „Dazu gehören sowohl Soforthilfen bei Wolfsrissen als auch Unterstützung beim Aufbau von Zäunen. Die Sicherheit der Menschen hat im Umgang mit dem Wolf natürlich immer Vorrang. Ein auffälliger Wolf kann dann auch erschossen werden.“ Niedersachsen habe hier im Gegensatz zu allen anderen Bundesländern in Deutschland bereits Handlungskompetenz bewiesen und einen verhaltensauffälligen Wolf abschießen lassen.

„Die CDU hingegen fordert mit ihren Ideen eine umfassende Jagd auf Wölfe. EU- und Bundesrecht stehen jedoch dagegen. Wenn die CDU das ändern will, muss sie sich vertrauensvoll an ihre Bundesregierung und die EU wenden.“

Besonders fragwürdig sei die CDU-Behauptung, dass die zentraleuropäische und die nordostpolnisch-baltische Wolfspopulationen zusammengewachsen seien: „Schön, dass die CDU in Niedersachsen das feststellt – allerdings völlig belanglos, wenn sie nicht die Europäische Kommission überzeugt“, erläutert Janßen. Der Landesumweltminister habe die Bundesregierung gemeinsam mit weiteren Bundesländern um eine Klärung der Bestandssituation gebeten. Die Antwort stehe allerdings noch aus.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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