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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Deichband braucht mehr Geld

06.11.2015

Butjadingen /Wesermarsch Die Deiche der Wesermarsch sind in einem guten Zustand – und die Menschen im Landkreis sicher. Das ist die gute Nachricht, die Vorsteher Burchard Wulff am Donnerstag bei der Herbstdeichschau des II. Oldenburgischen Deichbands parat hatte. Es gibt aber auch eine weniger gute Nachricht: Der Deichband hat zu wenig Geld zur Verfügung, um alle Maßnahmen im Zuge des Küstenschutzes umsetzten zu können, die noch anstehen. Das betonten Burchard Wulff wie auch Kreis-Baudezernent Matthias Wenholt bei einem Pressegespräch in Fedderwardersiel.

6,5 Millionen Euro hatte der II. Oldenburgische Deichband in diesem Jahr zur Verfügung. Wie viel es in den kommenden Jahren sein werden, konnte Burchard Wulff am Donnerstag noch nicht genau sagen. Wie viel es sein müssten, kann der oberste Deichschützer der Wesermarsch aber zumindest überschlagen: „Wir benötigen zweistellige Millionenbeträge“, sagt er.

Der Landkreis teilt die Sorgen des Deichbands, dass das bislang vom Land zugesagte Geld für den Küstenschutz in den kommenden Jahren nicht ausreichen wird. Im Sommer hatte der Kreistag eine Resolution verfasst, deren Adressat Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) war. Die Wesermarsch fordert in dem Papier gemeinsam mit dem Landkreis Friesland, dass das Land für den Deichbau mehr Geld zur Verfügung stellt (NWZ  berichtete).

Inzwischen gibt es immerhin eine Reaktion aus Hannover, wie Burchard Wulff berichtete: Am Dienstag, 1. Dezember, werden die Deichschützer Almut Kottwitz (Grüne), Staatssekretärin im Niedersächsischen Innenministerium, zu Gast haben. Sie hoffen, der Politikerin bei dem Treffen in Brake eine Zusage für zusätzliche Landesmittel entlocken zu können. In dem Gespräch soll es zudem um den Generalplan Wesermarsch gehen.

Erledigt hat der Deichband in diesem Jahr die Sanierung der Schöpfwerke in Nordenham-Großensiel und in Brake-Käseburg. Auf die Zielgerade geht der Bau der neuen Kopfdriften in Beckmannsfeld in Butjadingen. Hier müssen noch die Wege für die Treibsel-Abfuhr und die Deichverteidigung in Richtung Augustgroden und Eckwarderhörne weitergebaut werden.

Eine große Baustelle hat der Deichband im Bereich Jade/Wapelersiel vor der Brust. Unter anderem muss auch dort aufwendig das Mündungsschöpfwerk saniert werden. Die Maßnahmen sollen im kommenden Jahr beginnen, werden sich bis 2021 hinziehen. Alleine für diese Baustelle werde der Deichband pro Jahr rund 5 Millionen Euro benötigen, betont Burchard Wulff.

Detlef Glückselig
Butjadingen
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2204

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