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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Zukunftsatlas: „Den gesunden Menschenverstand einschalten“

03.06.2016

Wesermarsch Mit scharfer Kritik an den Untersuchungsmethoden reagiert die Grünen-Kreistagsabgeordnete Christina-Johanne Schröder auf den kürzlich veröffentlichten „Zukunftsatlas“ der Prognos AG. Wie berichtet, liegt der Landkreis Wesermarsch in der Rangliste der 402 deutschen Landkreise auf Platz 346 – und ist damit im Vergleich zu 2013 um 60 Plätze abgerutscht.

„Die Prognos AG ist ein Beratungsunternehmen und verkauft eben diese Leistung“, sagt Christina-Johanne Schröder, die als Sozialwissenschaftlerin derzeit ihren Master an der NRW School of Governance mit den Schwerpunkten Politikmanagement, Public Policy und Öffentliche Verwaltung macht: „Alle paar Jahre veröffentlicht die Prognos AG den Zukunftsatlas. Was die wenigen Seiten dieser Studie nicht enthalten, ist eine Beschreibung der Datengrundlage und der Methodik, die zu diesem Ergebnis geführt haben, dafür gibt es ein seitenlanges Angebot zu Beratungsleistungen.“

Als Kommunalpolitiker sei es schwer, dem „Reaktions-Reflex“ zu widerstehen, man wolle doch stets das Beste für den Landkreis, erklärt Christina-Johanne Schröder. Die Wesermarsch sei jedoch nicht die einzige Gebietskörperschaft, die munter bei diversen Rankings mal Plätze gewinnt, mal verliert.

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Die Grünen-Politikerin bemängelt, dass nicht mit nachvollziehbaren Methoden und für jeden einsehbaren Daten gearbeitet werde. Es sei nicht einmal bekannt, ob der Bewertung von Prognos tatsächlich Berechnungen und nicht qualitative Beurteilungen zugrunde liegen. „Man kann sich auch einfach mal mit gesundem Menschenverstand fragen: Was hat sich seit 2013 so signifikant in der Wesermarsch verschlechtert, das dieses Ergebnis rechtfertigt?“, gibt die Kreistagsabgeordnete zu bedenken. Defizite wie der Breitbandausbau seien bekannt und werden angepackt. Auch zum demografischen Wandel gebe es eigene Gutachten. „Der Unterschied ist nur, dass die Politik danach gefragt hat und die Daten und Detailergebnisse für den Landkreis transparent sind.“

Unterdessen kritisiert der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Meinrad-Maria Rohde, die Aussagen des hiesigen CDU-Landtagsabgeordneten Björn Thümler, der im Gespräch mit der NWZ  vor allem der Landesregierung und dem Kreistag Schuld an dem schlechteren Abschneiden der Wesermarsch im „Zukunftsatlas“ gegeben hatte.

Selbstverständlich müssten die Gründe für den Rangverlust herausgearbeitet werden, sagt Rohde: „Wie bei fast allen Themen, ob auf Kreis- oder Landesebene, sucht Björn Thümler aber erst einmal Fehler bei anderen, kritisiert, bringt falsche Meldungen und Halbwahrheiten in Umlauf.“

Er vermisse konstruktive Vorschläge der CDU im Kreistag, so Rohde weiter. Nur dagegen zu sein, reiche nicht aus: „Wo ist Thümlers Leistung als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Wirtschaftsförderung Wesermarsch?“

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