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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

STERBEHILFE: „Der Tod gehört zum Leben dazu“

10.03.2006

BRAKE Der Landtagsabgeordnete Björn Thümler führte durch die Diskussion. Thema waren die aktive Sterbehilfe und Alternativen dazu.

von robert mitschke BRAKE - „Nichts ist umsonst – nicht einmal der Tod, denn der kostet das Leben.“ Was der Volksmund da so zynisch äußert, geht weit an der Auffassung von Mechthild Ross-Luttmann, Sozialministerin des Landes Niedersachsen, vorbei. Das wurde bei der von der CDU Wesermarsch initiierten Diskussionsveranstaltung am Mittwochabend im Paul-Gerhardt-Haus schnell klar. „Der Tod gehört zum Leben dazu“, teilten auch Pfarrer Werner Könitz und der Anästhesist Dr. Klaus Kiehl, beide aus Rodenkirchen, sowie Dr. Hagen Behnke, Internist aus Nordenham, die Meinung der Ministerin.

Die vier Referenten versuchten eingangs, einen Überblick über die Thematik aus den verschieden Blickwinkeln ihrer Wirkungskreise zu geben. Daraus ließen sich jedoch nur zwei Erkenntnisse gewinnen: Zum einen ist das Thema Sterbebegleitung so breit gestreut und vielschichtig, dass es einen klaren Zugang nicht geben kann. Zum anderen bestand Einigkeit darüber, dass es eine aktive Sterbehilfe, wie sie in einigen Nachbarländern zulässig ist, in Deutschland nicht geben darf. Aktueller Stein des Anstoßes ist die Schweizer Sterbehilfeorganisation „Dignitas“, die kürzlich in Hannover eine Niederlassung eröffnet hat und Sterbewillige in die Schweiz vermittelt.

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In der Diskussion wurden an vielen Beispielen, auch von Seiten der Zuhörer, zwei Grundprobleme deutlich: Der Umgang mit dem Tod in der Gesellschaft hat sich verändert. Ein anwesender Bestatter brachte es auf den Punkt: „Früher wurde zu Hause gestorben, die Familie war anwesend, auch die Fünfjährigen standen am Sarg. Heute wird in Krankenhäusern gestorben, einsam und steril.“ Daraus resultiert das zweite Problem: Die Angst und die Scheu, die oftmals um sich greifen, wenn der Tod zum Thema wird. Die Angst vor eventuellen Schmerzen, aber auch die Angst, allein gelassen zu werden. Und die Angst betrifft nicht nur den Sterbenden, sondern mindestens genauso stark auch die zurückbleibenden Angehörigen.

Die Vertreter von Politik, Kirche und Medizin waren sich am Mittwochabend darüber einig, dass es für diese Situation Strukturen und Einrichtungen gibt und geben muss, die beraten und begleiten und damit eine echte Alternative zur aktiven Sterbehilfe darstellen. Aufgabe sei es nun, darüber zu informieren.

Denn 97 Prozent der Bevölkerung wissen mit dem Begriff „Palliativmedizin“ (lindernde Behandlung; im Fokus steht die Steigerung der Lebensqualität, nicht die Verlängerung des Lebens um jeden Preis) nichts anzufangen, „Hospize“ (Einrichtungen zur ganzheitlichen Sterbe- und Trauerbegleitung) haben für 80 Prozent keine Bedeutung.

Mechthild Ross-Luttmann zitierte den Bundespräsidenten Horst Köhler: „Sterben sollte ein Mensch würdevoll an der Hand, nicht durch die Hand.“

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