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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Streik: „Die Belastung ist enorm hoch“

09.05.2015

Brake „Wir dürfen keine Auskunft geben. Fragen beantworten nur Herr Schubert und Herr Kurz“, sagt eine Erzieherin, huscht schnell wieder ins Gebäude und verschließt die Tür. An der klebt ein Schild: „Liebe Eltern, heute ist nur Notdienst“.

Ausnahmezustand bei den „Braker Butjern“ an der Bahnhofstraße 74. Dort wie auch in der Kita Klettermax (Gustav-Heinemann-Straße 11) war am Freitag Streik angesagt.

„Herr Schubert“ und „Herr Kurz“, damit sind Bürgermeister Michael Kurz (SPD) und Uwe Schubert, Fachbereichsleiter bei der Stadtverwaltung und für die städtischen Kindertagesstätten zuständig, gemeint. Auf Nachfrage der NWZ  sagten sie Freitagmittag, dass trotz des Streiks in den beiden Einrichtungen keine Kinder abgewiesen worden seien. Zumindest sei ihm davon nichts bekannt, so Schubert. Die Kita-Leitungen seien angewiesen worden, im Vorfeld mit den Eltern zu reden und sie darüber zu informieren, dass es Freitag nur ein eingeschränktes Betreuungsangebot geben würde. Schubert: „Ich habe keine Rückmeldungen erhalten, dass es Probleme gab.“

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Tatsächlich hatten die Braker Eltern offenbar Verständnis dafür, dass Erzieherinnen der beiden Braker Kindergärten sowie auch der städtischen Kitas Berne und Lemwerder am Freitag mit Trillerpfeifen und Protestschildern durch die Braker Innenstadt marschierten. Zumindest gilt das für Andrea Lieske.

Ihre beiden Söhne Jonah (5) und Mika (3) werden bei den „Butjern“ betreut – auch am Freitagvormittag. Johnas und Mikas Mutter ist froh darüber, dass es diesen Notdienst gab. Und sie findet es völlig in Ordnung, dass die Erzieherinnen auf die Straße gehen. „Wenn niemand zu spüren bekommt, dass es Probleme gibt, dann wird sich an diesen Problemen auch nie etwas ändern“, meint Andrea Lieske.

Und Probleme gibt es viele. Christian Busch aus Oldenburg, Sekretär bei der Gewerkschaft Verdi, hatte die Streik-Aktion am Freitag federführend organisiert. Die Erzieherinnen und Erzieher, die mit ihm durch die Innenstadt liefen, stöhnen – über schlechte Bezahlung, über mangelnde Wertschätzung, über immer mehr Aufgaben neben der eigentlichen Kinderbetreuung, über eine Arbeitsbelastung, die krank mache.

„Ich bin besorgt, dass die Kolleginnen und Kollegen das Pensum einfach nicht mehr durchhalten“, sagte Rita Naujoks, Leiterin der städtischen Kita Lemwerder. Die Leidtragenden seien am Ende die Kinder. Rita Naujoks wie auch die anderen Protestler betonten, dass ihre Kritik sich nicht gegen die Träger der Einrichtungen, die Kommunen also, richte. Sie demonstrierten gegen die allgemeine Situation an den Kitas und gegen diejenigen, die die Probleme zu verantworten haben. Manfred Klindt von der Kita Lemwerder: „Die Belastung ist einfach enorm hoch.“

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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