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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Flotte Modenschau zum Projektende

29.11.2018

Diekmannshausen Volles Haus bei der Abschluss- und Ausstellungsveranstaltung des Projekts „Alte Heimat-Neue Heimat“ in der Pumpenhalle der Kaskade des OOWV. Neben den Akteuren waren auch einige Ehrengäste, so der Landtagsabgeordnete Dragos Pancescu (Bündnis 90/Die Grünen), der stellvertretende Landrat Dieter Kohlmann (CDU) und der Bürgermeister aus Stadland, Klaus Rübesamen (SPD) vor Ort.

Zahlreiche Akteure

Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) musste krankheitsbedingt passen. Sein Ministerium hatte ein Sonderprogramm zur kulturellen Integration von Menschen mit Fluchterfahrung aufgelegt. Träger des Projekts ist der Verein für Integrationshilfe Jade. Dessen Vorsitzender Michael Rettberg bedankte sich beim Atelier Rimaschi von Robert und Ulrike Schmitt für das besondere Engagement. An dem Projekt beteiligten sich nicht nur Flüchtlinge aus der Gemeinde Jade. Die Akteure kamen auch aus dem Umland, so aus Brake, Stadland, Nordenham und Varel.

OOWV-Geschäftsführer Karsten Specht nahm den Begriff Heimat gerne auf. So habe doch der OOWV vor 70 Jahren mit der Wasserversorgung im hiesigen Raum so manchem damaligen Flüchtling eine neue Heimat gegeben. Jades Bürgermeister Henning Kaars (UWG) erinnerte an eine Bilderausstellung des Projekts im Rathaus, die viele Besucher zum Denken angeregt habe.

Die Workshops waren am 31. Mai erfolgreich gestartet worden. An dem Projekt haben sich Menschen mit Fluchterfahrung und unterschiedlicher Herkunft sowie Einheimische beteiligt. Es lief ein halbes Jahr an jeweils drei Tagen in der Woche im Atelier „Rimaschi“ in Schweiburg. Einheimische und Flüchtlinge waren dabei im Dialog und kulturellen Austausch aktiv. Etwaige Sprachbarrieren konnten mit der Sprache der Bilder und Skulpturen überwunden werden. Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Begriff Heimat bot die Möglichkeit, traumatische Fluchterfahrungen zu verarbeiten und trug auch zur Bewältigung des Alltags bei den teilnehmenden Geflüchteten bei. Themenbereiche waren das Nähen, Malen, Musik und Skulpturen.

Kommentar

Gelebte

Integration

Fingerspitzengefühl, Einfühlungsvermögen und Ausdauer haben alle Beteiligten beim Integrationsprojekt „Alte Heimat-Neue Heimat“ bewiesen.

Der Verein für Integrationshilfe Jade und das Atelier Rimaschi haben wirklich ganze Arbeit geleistet und wirkungsvoll gezeigt, wie theoretisch formulierte Ziele praktisch umgesetzt werden können.

In der Wesermarsch wird Integration tatsächlich gelebt – und das macht Mut für die Zukunft.

Ulrike Schmitt gab den Zuhörern in der Kaskade vieles Erlebte wieder: „So konnten wir auch die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Refugium Brake für die geflüchteten Menschen und die Kunst nutzen.“ Sie selbst hat sich mit Bea Jacobs mit den unterschiedlichen Altersgruppen, ihren Gedanken und Gefühlen zum Thema „Alte Heimat-Neue Heimat“ beschäftigt.

Spannende Collage

Nach anfänglichen Sprachproblemen sei es gelungen, eine Vorstellung zu erarbeiten, wie man das Thema behandeln könne. So entstand das Gemeinschaftswerk „Unser Planet“, eine Collage im Materialmix unter Berücksichtigung der Fakten Hautfarbe, Religion, Politik, Reichtum, Macht und Umwelt. Es wurde am Ende ein beeindruckendes Gemeinschaftswerk, an dem sich fast alle beteiligten.

Die Flucht mit dem Boot war ein weiteres Thema für eine Arbeit auf Leinwand. Eine Installation zu Palmyra soll die sinnlose Zerstörung der römischen Bauwerke veranschaulichen. Auch Syrien, Afghanistan und der Sudan sind in ihrer ursprünglichen Schönheit in den Fotos auf den Säulen zu bewundern.

Zweimal wurde ein gemeinsames Familien-Treffen mit einem Essen veranstaltet. Und sogar der amerikanische Folksänger Troy Petty war zu Gast.

Nachschlag geplant

„Zu Beginn unserer Arbeit waren Pünktlichkeit, Geduld und Ausdauer unsere größten Herausforderungen. Die sprachlichen Barrieren waren relativ leicht zu bewältigen beim Zeigen und Tun. Damit wuchs auch der Mut am Umgang mit der Sprache im Alltag“, sagte Ulrike Schmitt, die sich bei den deutschen Wegbegleitern und Mitstreitern bedankte.

Zum Abschluss der Projektvorstellung wurde eine farbenprächtige Modenschau präsentiert, die Tina Krämer moderierte. Die Projekt-Ausstellung kann man noch bis Weihnachten in der Kaskade sehen.

Im Frühjahr 2019 wird es noch einen Nachschlag zum Integrationsprojekt geben. Das Thema: deutsch-arabische Märchen mit Hans Meinen aus Augusthausen als Projektleiter. Zudem wird es eine Wanderausstellung mit den Werken aller Projektteilnehmer geben.


     www.nwzonline/fotos-wesermarsch 
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