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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Integration: DRK soll Erfolgskonzept in Hannover vorstellen

10.02.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-02-10T05:32:32Z 280 158

Integration:
DRK soll Erfolgskonzept in Hannover vorstellen

Elsfleth Das Elsflether Modell der Flüchtlingsinte-gration funktioniert so gut, dass es jetzt sogar Interesse über die Region hinaus geweckt hat. Er sei unglaublich stolz, sagt Peter Deyle, DRK-Kreisgeschäftsführer, denn am 6. März darf er das Elsflether Flüchtlingsintegrationsmodell in Hannover bei der 4. Integrationskonferenz im Convention Center vorstellen.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler (Berne) und die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen (Ahlhorn) waren kürzlich im Elsflether Rathaus zu Gast, um sich die dort ausgestellten und von Flüchtlingsfrauen gemalten Bilder anzuschauen. Thümler und Grotelüschen wollen sich nun bei Kanzleramtsminister Peter Altmeier dafür stark machen, dass die Bilder auch im Kanzleramt in Berlin gezeigt werden.

Die Bilder waren in einer einwöchigen Maltherapie mit der Traumatherapeutin Flora Deyle-Fersch aus Stuttgart entstanden, die sich eine Woche lang mit Elsflether Flüchtlingsfrauen im DRK-Haus an der Oberrege zum Malen traf.

Die Kunsttherapeutin konnte mit den Fördergeldern für integrative Arbeit engagiert werden, teilt das Rote Kreuz mit. Mit den 15 Teilnehmerinnen verarbeitete Deyle-Fersch die Fluchterlebnisse der Frauen.

Dabei wurden verschiedene Themen wie „Zuhause“ oder „Blumen“ vorgegeben und die Frauen lernten unterschiedliche Materialien kennen, mit denen sie arbeiteten. „Ganz hervorragende Arbeiten sind hier entstanden“, lobte Astrid Grotelüschen. Björn Thümler wollte wissen, ob die Frauen Kunst studiert haben.

Eine gute Therapie müsse muttersprachlich erfolgen, was aber nicht immer möglich sei, erklärte die Flüchtlingskoordinatorin des DRK-Kreisverbandes, Trauma-Therapeutin Petra Czerner. „Insofern wollten wir das Malen als Therapiesprache nutzen“, erklärt sie.

Die Flüchtlingswelle Ende 2015 und auch noch 2016 spülte Iraner, Syrer, Libanesen, Iraker und Marokkaner auch nach Elsfleth. Fachdienstleiter Soziales im Rathaus, Wolfgang Böner, und seine Mitarbeiter erkannten schnell, dass man sich über die Bearbeitung von Asylverfahren hinaus um die Flüchtlinge, insbesondere um die Frauen, kümmern müsse. So kam auch das Rote Kreuz ins Boot, hieß es vom DRK.

Eine erste Maßnahme war, einen Dolmetscher zu verpflichten, der seinen Schreibtisch im Ordnungsamt hat. Die Initialzündung hat laut Deyle die Bitte der damaligen Elsflether Bürgermeisterin Traute von der Kammer an das DRK gegeben, sich um die Gewinnung von Flüchtlingspaten zu kümmern.

40 Bilder sind im unteren Rathausflur, weitere 20 im evangelischen Gemeindehaus am Nicolaiplatz ausgestellt. Natürlich gibt es auch Bilder, die Furcht und Schrecken ausdrücken. Mit einer Auswahl der Werke von Khadijeh, Rezan, Zainab, Zeina, Souad, Naffiseh, Siam und weiterer Frauen vornehmlich aus dem arabischen Sprachraum, soll das Elsflether Modell in der „Werkstatt Bürgerschaftliches Engagement“ auf der Integrationskonferenz in Hannover gezeigt werden.

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