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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Oldtimer: Ein Goggo stiehlt den Ferraris die Schau

31.05.2010

GROßENSIEL Wer ein Wohnwagen hat, braucht ein starkes Auto? Bei einem solchen Vorurteil können Erika und Manfred Brockmann nur milde lächeln. Für ihren Wohnwagen haben sie ein Goggomobil Coupe`TS 300 – und das hat exakt 15 PS.

„Das ist für ein Goggomobil schon die große Maschine“, sagt der 57-jährige Bremer. Ein normaler Goggo hat nämlich nur 13,6 PS. Allerdings ist der Wohnwagen vom Typ Dethleffs Camper so bemessen, als wäre er nur für den Familien-Schoßhund Billy.

Nicht unterschätzen

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Doch niemand sollte die Kleinen unterschätzen: Im vergangenen Jahr sind die Brockmanns mit ihrem Wirtschaftswunder-Gespann – der Goggo ist von 1964, der Wohnwagen von 1967 – nach St. Tropez gefahren. „Da haben wir den Jungs mit den Ferraris die Show gestohlen“, sagt Manfred Brockmann in aller Unbescheidenheit.

Am Sonntag waren die beiden Bremer bei den 12. Nordenhamer Oldtimer-Tagen im Großensieler Hafen. Da zeigten sie, dass sie mit ihrem Goggo nicht nur mit Ferraris konkurrieren, sondern auch mit Direktionswagen. Hermann Ehlers fährt einen solchen. Der Wartburg 353 W des 72-jährigen Bremers ist 1966 von den VEB Automobilwerken Eisenach gebaut worden und war bis zur Wende in Eisenach und Karl-Marx-Stadt (heute wieder Chemnitz) als Chef-Fahrzeug unterwegs. Es hat 50 PS und ist bis 125 Stundenkilometer schnell. Hermann Ehlers nutzt ihn als Fahrzeug für alle Tage.

In der DDR war es von weitem als Chef-Auto zu erkennen: „Wegen seiner feuerroten Farbe“, wie Hermann Ehlers sagt. Solche Fahrzeuge wurden sonst nur für den Export hergestellt. Der DDR-Normalsterbliche musste sich mit gedeckten Farben zufriedengeben.

Hermann Ehlers hört gern den Klang des Zwei-Takt-Motors, denn früher hat er einen DKW 1000 S aus dem Baujahr 1963 gefahren. Ein solches Fahrzeug, allerdings von 1962, fährt auch Johannes Ullrich aus Seefeld, der auf DKW steht: 13 Motorräder dieses Herstellers hat er zu Hause.

Ähnlich geht es der Familie Lein aus der Wingst, die ganz auf NSU steht. Peter Lein ist mit einem targaorangenen NSU Prinz aus dem Baujahr 1970 vorgefahren. Seine Schwester Sabine Meyn, sein Schwager Hans Meyn und dessen Bruder Richard haben drei weitere Prinzen in die Ausstellung eingebracht. Zu Hause hat die Familie acht weitere Fahrzeuge aus dem Hause NSU. „Der Prinz ist flink, wendig und einfach zu reparieren“, sagt Peter Lein.

Minuten später beginnt sich die Oldtimer-Schau aufzulösen. Erneut prasselt ein Regenschauer nieder. „So schlimm wie bei dieser Veranstaltung war es noch nie“, sagt Ingo Ehmann, der Organisator. Dennoch: „Ich bin voll zufrieden“.

Ein Ford von 1928

380 Fahrzeuge sind gekommen, fast genauso viel wie vor einem Jahr. Das älteste Auto war ein Ford Model A von 1928 von Heinz Rohlf aus dem Ruhrgebiet, das älteste Fahrzeug insgesamt ein Motorrad von 1918, das Wolfgang Junghänel aus dem Harz gehört. Mehr als 100 Fahrzeuge sind aus der Wesermarsch gekommen, darunter 20 historische Trecker der Rostheuler. Ehmann schätzt die Zahl der Besucher auf bis zu 2500.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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