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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

„Einsatz gerade jetzt wichtig“

29.08.2015

Butjadingen Sie hat sich ein Buch mit arabischen Grundvokabeln gekauft, hat Babysachen als Spenden eingesammelt, hat mit „ihrer“ Familie Arztbesuche gemanagt, sie bei Behördengängen begleitet. Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt aus all dem, was Theresa Petschulat alles leistet, um Menschen dabei zu helfen, in der Fremde eine neue Heimat zu finden. Die 23-Jährige ist eine von rund 20 Flüchtlingspatinnen und -paten, die ehrenamtlich in der Gemeinde tätig sind.

Positive Resonanz

„Ich finde, dass es gerade jetzt, wo so viel Fremdenhass aufkommt, besonders wichtig ist, sich zu engagieren“, sagt Theresa Petschulat. Ihre Mutter Gabriele Schätzel-Petschulat ist ebenfalls als Flüchtlingspatin im Einsatz. Gemeinsam betreuen die beiden Frauen eine fünfköpfige Familie aus Syrien.

Im November waren die Syrer nach Butjadingen gekommen – damals noch zu viert. Inzwischen hat die Familie Nachwuchs bekommen. „Das ist eine besondere Situation“, sagt Theresa Petschulat. Sie hat im sozialen Netzwerk Facebook dazu aufgerufen, Babysachen zu spenden, und ist dabei auf viel Hilfsbereitschaft gestoßen. Weit überwiegend habe es positive Resonanzen gegeben, nur einige wenige negative Kommentare.

Auch die anderen Flüchtlingspaten sind von Anfeindung bisher verschont geblieben, wie sie jetzt bei einem Treffen in Rathaus in Burhave berichteten. An der Runde nahmen neben Theresa Petschulat und ihrer Mutter auch Ruth Nordhues, Bernd Kröger, Anke Stührenberg, Ralf Menzel, Karin Mertin, Brigitte und Elmar Hüttenmeister sowie Hans Hellwig teil.

Sie alle sind dem Aufruf von Bürgermeisterin Ina Korter gefolgt, die im Dezember 2014 Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen hatte, sich als Flüchtlingspaten in der Gemeinde zu engagieren.

Ein Problem schilderte Elmar Hüttenmeister, der sich zusammen mit seiner Frau Brigitte um eine Familie vom Balkan kümmert. Für ein Mitglied dieser Familie hatte Elmar Hüttenmeister einen „Traumjob“ an Land gezogen. Der Mann habe den Job aber nicht antreten können, weil er keine Arbeitserlaubnis bekommen habe. Elmar Hüttenmeister verstand die Welt nicht mehr. Das Thema mit all seinen rechtlichen Aspekten soll nun beim nächsten Treffen der Flüchtlingspaten ausführlich erörtert werden, kündigte Ina Korter an.

Einblick in fremde Kultur

Eine Aktion der neun Familien- und Kinderservicebüros (FUKS) in der Wesermarsch stellte Slyke Wulff vom FUKS Butjadingen vor. Mit Fördermitteln haben die Büros 80 Rucksäcke angeschafft und sie mit Nützlichem, Spielsachen und Süßigkeiten gefüllt. Die Rücksäcke werden nun an Flüchtlingskinder im Landkreis verschenkt.

Die Gemeinde bedankt sich bei den Flüchtlingspaten am 17. September mit einem Grillfest für deren Einsatz. Viel Dankbarkeit erfahren die Ehrenamtlichen auch von den Flüchtlingen selbst – nicht zuletzt in Form von Gastfreundschaft und spannenden Einblicken in eine andere Kultur.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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