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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Initiative für Freiheit, Demokratie und Toleranz

13.03.2019

Elsfleth Über das „Aufgebot vieler Spezialisten“ freute sich die Landtagsabgeordnete der SPD, Karin Logemann, auf der gut besuchten Diskussionsveranstaltung des SPD-Ortsverbandes unter dem Motto „Rote Karte gegen Rechts“ im Elsflether Heye-Saal.

Eingeladen, mit den Gästen zu diskutieren, waren die Bundestagsabgeordnete Susanne Mittag (SPD), der SPD-Landtagsabgeordnete Deniz Kurku (Sprecher Landtagsfraktion gegen Rassismus) und Jan Krieger von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus aus Delmenhorst. Die Moderation hatte Karin Logemann übernommen.

In einer Zeit, in der demokratische Werte wie Freiheit, Toleranz, Menschenwürde und ein soziales Miteinander auf dem Prüfstand stünden, sei es wichtig, sich und andere über populistische, nazistische und rassistische Strömungen zu informieren, waren sich die Sprecher einig. „Viele Klischees, die extreme Rechte früher kennzeichneten, gelten heute nicht mehr“, betonte Deniz Kurku. „Früher erkannte man rechte Gruppierungen an Baseballschlägern und Springerstiefeln. In den unterschiedlichen Gruppen am äußersten rechten Rand des politischen Spektrums sind heutzutage die Schlipsträger eine Selbstverständlichkeit.“

Als eine „Gratwanderung“ bezeichnete der Abgeordnete die Unterscheidung zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.

Im Bundestag gäbe es vor allem Probleme mit den Mitarbeitern der AfD, räumte Susanne Mittag ein. Der Umgangston untereinander habe sich seit der zweiten Legislaturperiode stark verändert. Mittag: „Spätestens bei jedem dritten Satz am Rednerpult kommt die AfD auf das Thema ,Flüchtlinge’ zu sprechen, während die anderen Parteien sich bemühen, Themen sachlich abzuarbeiten.“ Auch dürfe nicht vergessen werden, dass die AfD europaweit stark vernetzt sei, ein Fakt der auch die Geldströme der AfD beeinflusse, stellte Mittag fest.

Die Mobile Beratungsstelle, die Jan Krieger vertritt, unterstützt alle Bürger, die – wie auch immer – mit Rechtsextremismus oder Rassismus konfrontiert wurden. Krieger: „Das können Menschen sein, die bedroht werden, weil sie sich gegen rechts einsetzen.“

Aufklärungsarbeit leistet die Beratungsstelle beispielsweise in Schulen und Behörden. Krieger bekannte auch, dass die Mobilen Beratungsstellen – gerade in einer Zeit, in der sie sehr wichtig sind – deutlich unterbesetzt seien.

Den Rechten die „rote Karte“ zu zeigen, erfordere mit Zivilcourage und ohne Angst vor der Aggressivität der Rechtsextremen öffentlich zu seiner Meinung zu stehen, betonten die Gäste. „Demokratische Meinungsbildung muss heute bereits in den Kitas und Grundschule beginnen.“

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