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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Asyl: Enge Zusammenarbeit für Flüchtlinge

03.03.2016
NWZonline.de NWZonline 2016-03-03T05:32:14Z 280 158

Asyl:
Enge Zusammenarbeit für Flüchtlinge

Elsfleth Zur Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages kamen am Mittwoch Vertreter der Verwaltung und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) im Elsflether Rathaus zusammen. Grund ist die Schaffung einer neuen Stelle beim DRK, von der auch die Stadt Elsfleth profitieren wird.

Der 35-jährige gebürtige Jordanier Ahmad Samara, der seit 2007 in Elsfleth lebt, war schon seit einigen Monaten ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe tätig. Am 1. März hat er nun offiziell eine Vollzeitstelle für die Flüchtlingsarbeit beim DRK übernommen. Mit rund 25 Wochenstunden soll das DRK laut Kooperationsvertrag auch für die Stadt Elsfleth tätig werden. Die Stundenzahl soll jedoch flexibel, je nach Bedarf, genutzt werden.

Wie nötig Samara gebraucht wird, wurde schnell deutlich, erst kurz vor der Vertragsunterzeichnung kam er von einem Einsatz zurück. Während des Termins klingelte sein Handy schon wieder.

Für die Flüchtlingshilfe bekommt die Stadt ein Budget vom Landkreis, insgesamt 31 400 Euro (die NWZ  berichtete). Davon fließen 2000 Euro in den interkulturellen Frühstückstreff. Mit 29 400 Euro sollen in diesem Jahr weitere niederschwellige Aufgaben in der Flüchtlingshilfe der Stadt finanziert werden. Davon übernimmt das DRK einige Aufgaben.

Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und DRK ist natürlich nicht neu. Seit vergangenem Herbst hat es besonders im Bereich Betreuung und Ehrenamt eine enge Zusammenarbeit gegeben. „Jetzt wollen wir die Zusammenarbeit intensivieren, in dem wir den Vertrag abschließen und so bestimmte Aufgaben auf das DRK übertragen“, erklärte Bürgermeisterin Traute von der Kammer.

Insgesamt 148 Flüchtlinge seien zurzeit in Elsfleth untergebracht. „Irgendwann sind auch im Ehrenamt die Grenzen erreicht“, erklärte Peter Deyle, Geschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes, die Schaffung der neuen Stelle. Auch für die Mitarbeiter des Sozialamtes sei die Mehrarbeit durch die steigenden Flüchtlingszahlen kaum zu schultern, machte von der Kammer deutlich.

Die größte Hürde sei die Sprachbarriere. Hier kann Ahmad Samara helfen. Er spricht arabisch, hebräisch und ein wenig Farsi, eine persische Sprache. Zu seinen Aufgaben wird es beispielsweise gehören, neu ankommende Flüchtlinge in ihre Wohnungen zu begleiten, bei Behördengängen oder Arztbesuchen zu unterstützen, sie aber auch mit Rechten und Pflichten vertraut zu machen. Die neue Stelle sowie der Kooperationsvertrag sind zunächst auf ein Jahr befristet.