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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Kein zweiter Windpark im Nordenhamer Stadtgebiet

22.03.2019

Esenshammergroden Fast zwei Jahre nach der Antragstellung haben die Investoren jetzt Klarheit: Für ihr Vorhaben, in Esenshammergroden einen Windpark mit bis zu zehn Anlagen zu errichten, bekommen sie von der Stadt Nordenham keine Genehmigung. Zumindest vorerst nicht. Diese Entscheidung hat der Bauausschuss des Stadtrates am Mittwochabend einstimmig getroffen.

Das Ratsgremium folgte der Empfehlung der Stadtverwaltung, die allerdings in einem Punkt ergänzt wurde. Während sich die Verwaltung für eine grundsätzliche Ablehnung des Antrags aussprach, fügte der Bauausschuss eine zeitliche Einschränkung ein. Demnach dürfen auf dem zur Diskussion stehenden Areal zwischen Esenshammergroden und Morgenland solange keine Windkraftanlagen errichtet werden, wie in der Nachbarschaft der Windpark am Butterburger Weg in Betrieb ist.

Seit 2002 in Betrieb

Dort befinden sich sechs Windmühlen, die seit 2002 Strom erzeugen. Wenn deren Tage gezählt seien, so der Beschluss, könne erneut über das jetzt zurückgewiesene Projekt nachgedacht werden.

Verwaltung und Politik sind sich darüber einig, dass es den Anwohnern der Kreisstraße 191 nicht zuzumuten ist, an zwei Seiten von Windenergieanlagen umgeben zu sein. „Es ist von einer subjektiv bedrängenden Wirkung auszugehen“, schilderte Baudezernentin Ellen Köncke mit den juristischen Fachbegriffen die zu erwartenden Auswirkungen.

Auch die in Esenshamm lebende SPD-Ratsfrau Angelika Zöllner verwies darauf, dass die Wohnqualität in dem Stadtteil zu sehr leiden würde, wenn dort zwei Windparks stünden. „Wir dürfen die Esenshammer nicht über Gebühr strapazieren“, sagte sie.

Als weiteren Grund für das Nein zu dem Antrag, den die Investoren im Mai 2016 eingereicht hatten, führt die Stadt Nordenham an, dass sie die landesweiten Vorgaben zur Ausweisung von Windparkflächen bereits erfüllt hat.

147 Hektar große Fläche

Die hinter dem Projekt stehende Planungsgruppe und die Eigentümer der ins Auge gefassten Flächen, die sich über 147 Hektar erstrecken, hatten sich gemeinsam an die Stadt Nordenham gewandt. Daraufhin gab die Stadtverwaltung eine Potenzialanalyse in Auftrag, bei der ein Fachbüro das gesamte Stadtgebiet hinsichtlich einer Eignung für Windparkstandorte untersuchte. Maßgabe war dabei der im Februar 2016 verabschiedete Windenergieerlass des Landes Niedersachsen.

Neben den sogenannten „harten Kriterien“ – also den gesetzlichen Zwängen – legte die Stadt „weiche Kriterien“ für die Ermittlung der Flächenpotenziale fest. Dabei handelt es sich um Mindestabstände zu Wohn- und Siedlungsbereichen. Unter Berücksichtigung der harten Kriterien verbleibt im Stadtgebiet ein etwa 660,45 Hektar großes Flächenpotenzial.

Um die Ziele des Windenergieerlasses erreichen zu können, müssen die Städte und Gemeinden mindestens 7,35 Prozent ihrer Potenzialflächen als Vorranggebiete für Windenergieerzeugung deklarieren.

Der bestehende Windpark am Butterburger Weg hat eine Größe von 92,24 Hektar. Das entspricht 14,37 Prozent der möglichen Gesamtpotenzialfläche. Damit hat die Stadt Nordenham ihren Anteil bereits mehr als erfüllt und ist nicht verpflichtet, zusätzliche Windparkzonen auszuweisen.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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