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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Naturschutz: Flussseeschwalben schützen

27.02.2016

Friedrich-August-Hütte Als sowohl den Fischen als auch den Flussseeschwalben dienende Maßnahmen haben die Stadtverwaltung und der Naturschutzverein Nordenham das Fällen und Beschneiden von Bäumen im Seenpark II in Friedrich-August-Hütte gerechtfertigt. Baudezernentin Ellen Köncke und Naturschutzverein-Vorsitzender Bernd Ross wiesen damit in der Sitzung des Stadtratsausschusses für Umwelt, Landwirtschaft und Energie am Donnerstagabend im Ratssaal die Kritik der Wählerinitiative Nordenham.

Angesprochen von Anwohnern und Spaziergängern, hatte sich WIN-Pressesprecherin Silvia Kerney selbst ein Bild vor Ort gemacht. Sie spricht von einer brachialen Aktion des Bauhofes, durch die sich Ruhe und Ungestörtheit der Flussseeschwalben-Brutkolonien auf den drei Inseln des Sees nachhaltig erledigt hätten. Auch eine Unmenge von anderen Vögeln und Kleintieren hätten ihren Lebensraum verloren.

„Die WIN findet es bedauerlich, wenn mit so wenig Rücksicht auf natürliche Lebensräume, ob nun speziell geschützt oder nicht, derartig invasive Eingriffe vorgenommen werden. Im Stadtgebiet Nordenham gibt es ohnehin nur begrenzte Flächen, in denen die Natur einigermaßen ungestört belassen wird – ein derart unprofessionelles Vorgehen stößt nicht nur bei den Anwohnern und Nutzern dieser Bereiche auf Unverständnis, sondern auch bei der Wählerinitiative“, so Silvia Kerney.

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Ellen Köncke wies in der Ausschusssitzung darauf hin, dass der Rückschnitt am Seenpark II im Dezember beschlossen worden sei. Er sei erforderlich, um ein Fischsterben in den Sommermonaten zu verhindern. Durch das Beschneiden der Bäume und Sträucher könne nun der Wind wieder einen Wellenschlag des Wassers verursachen. Durch das Umwälzen werde dem See Sauerstoff zugeführt.

Die Bauderzernentin stellte zudem fest, dass die Maßnahme mit dem Landkreis als Untere Naturschutzbehörde abgestimmt sei. Die Aktion gelte als Hege- und Pflegemaßnahme im Landschaftsschutzgebiet.

Bernd Ross, der dem Umweltausschuss als Beirat angehört, sagte, dass der Rückschnitt ganz im Sinne des Naturschutzvereins erfolgt und eher zu wenig als zu viel getan worden sei. Der Naturschutzverein betreut seit 18 Jahren die Flussseeschwalben-Kolonie auf den drei Inseln des Sees. Dort würden jährlich 60 bis 80 Paare brüten, womit der Seenpark II die zweitgrößte binnendeichs gelegene Kolonie in Deutschland sei.

Die Bodenbrüter, deren Brutstätten auf den Inseln der Naturschutzverein mit Hilfe des THW von der Wasserseite her habe sichern können, benötigten ein möglich weites freies Sichtfeld. Der zugewachsene Uferbereich habe insbesondere nächtlichen Beutejägern wie Eulen und Kauze einen guten Schutz geboten, um sich den Flussseeschwalben zu nähern.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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