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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Partnerschaft: „Frieden ist das oberste Ziel“

11.07.2015

Brake /Wesermarsch Mit dem Ziel, die Partnerschaft zwischen den Städten Brake und Woronesch weiter zu vertiefen, reisten Jürgen Gabbert, Vorsitzender des Arbeitskreises Partnerschaft des Landkreises Wesermarsch, Kurt Winterboer, Vorsitzender des Kreistags, und die Dolmetscherin Emilia Winterholler in den Süden Russlands. Anlass war der „Tag des Sieges“ am 9. Mai, an dem der Sieg über den Faschismus von den Russen gefeiert wird. Von ihrer Reise berichteten die Teilnehmer am Freitag im Kreishaus in Brake.

In Woronesch gab es eine feierliche Parade. Besonders beeindruckend sei der Zug der Hinterbliebenen gewesen, sagt Jürgen Gabbert. Viele Menschen seien durch die Stadt gezogen und trugen ein Bild der im Krieg Gefallenen.

In den Gesprächen rund um die Feierlichkeiten wurde auch das Thema Ostukraine angesprochen, da eine Delegation aus Lugansk vertreten war. Ein Mitglied der Delegation berichtete von der aktuellen Lage seines Arbeitgebers. Er ist in einer Fabrik tätig, die Lokomotiven herstellt: Vor den Unruhen hätten sie 120 Loks pro Monat ausgeliefert, mittlerweile sind es nur noch fünf. Das Thema Flüchtlinge sei in Woronesch sehr brisant, führt Gabbert aus. Aktuell seien 40 000 Flüchtlinge dort, ungefähr so viele wie die Wesermarsch nach dem Zweiten Weltkrieg aufnahm.

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Bei ihrer Reise besuchten Gabbert, Winterholler und Winterboer auch einen Friedhof für die im Krieg gefallenen Deutschen und legten Blumen nieder. Bilanz der Reise war, dass es zwar nicht einfach ist, Kontakte – auch wirtschaftliche – nach Russland aufzubauen, es aber weiterhin versucht werden müsse.

Diesem Fazit stimmte auch der stellvertretende Landrat Karlheinz Ranft zu. Er nahm Ende Juni an der Deutsch-Russischen Städtepartnerschaftskonferenz in Karlsruhe teil. Diese Konferenz findet alle zwei Jahre statt, immer im Wechsel in Deutschland oder Russland. „Bei der Konferenz wurden zwar auch klar Probleme formuliert und angesprochen, es wurde aber auch gesagt, dass Frieden das oberste Ziel sein muss“, berichtet Karlheinz Ranft.

Wichtig sei es, dass die Sanktionen gegen Russland nicht weiter verschärft werden, führte der stellvertretende Landrat aus. Er warnte davor, dass sonst Austauschprogramme und die Pflege von Kontakten immer schwieriger würden.

„In Karlsruhe haben wir Außenpolitik auf unterster Ebene gemacht“, sagt Gabbert, „es ist wichtig, dass wir uns auf die russische Mentalität einstellen, ohne allem zuzustimmen.“

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