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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Friedensmonument ein Beispiel für andere Schulen

16.08.2013

Brake Beeindruckt vom Friedensmonument der Braker Gymnasiasten zeigte sich am Donnerstag Volker Beck, Parlamentarischer Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion. Er kam auf Einladung des Bundestagskandidaten von Bündnis 90/Die Grünen Dragos Pancescu in die Kreisstadt. Mit der Grünen-Kreistagsabgeordneten Christina-Johanne Schröder (Berne), dem DRK-Kreisgeschäftsführer Peter Deyle und Berthold Riesenbeck vom Hegering Brake, der die Idee für ein Friedensmonument hatte, sprach er über Gewalt, Waffen und Waffenexporte.

Bei Gewalt oder Mobbing dürfe man weder in der Schule noch zu Hause wegschauen, sagte Beck. Wichtig sei, „durch Diskurs und Austausch die Jugendlichen dazu zu befähigen, mit Konflikten sachgerecht umzugehen“.

Ein Beispiel dafür sei die Mahnwache am Friedensmonument am Jahrestag des Amoklaufs von Winnenden (11. März) gewesen, sagte Peter Deyle. 150 Personen hätten daran teilgenommen. Diese Aktion auf Initiative des Jugendrotkreuz soll in den kommenden Jahren beibehalten werden.

Wie berichtet, ist das Friedensmonument als Reaktion auf den Amoklauf eines Schülers in Winnenden 2009 entstanden. Aus dem Stahl eingeschmolzener Waffen wurden kleine Figuren gegossen, die eine Faust daran hindern, aus der Erde zu drängen. Eine Schüler-AG hatte das Monument, das 2012 aufgestellt wurde, gemeinsam mit einem Künstler und weiteren Unterstützern angefertigt.

Die „Rohform“ ist, wie Peter Deyle berichtete, noch erhalten; sie wird nun an andere Schulen weiter gegeben, damit auch dort ein solches Monument entstehen kann.

Berthold Riesenbeck wiederum berichtete von dem Projekt „Blühwiese“ der Jäger. Hier würden Schüler des Gymnasiums mit vielen Aktionen und Angeboten an die Natur herangeführt. Auch dies könne Gewalt entgegenwirken, meinte Riesenbeck.

Beim Thema Waffen war sich die Runde darüber einig, dass diese nicht allgemein zugänglich sein dürfen, insbesondere nicht für Kinder und Jugendliche. Dabei ginge es nicht darum, Jäger oder Sportschützen zu verurteilen, die verantwortungsvoll mit Waffen umgingen.

Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck kritisierte die von der Bundesregierung genehmigten Rüstungsexporte. Bei Exporten in Nicht-Nato-Staaten seien Genehmigungen von der Menschenrechtslage in diesen Ländern abhängig; danach hätten Länder wie Saudi-Arabien keine Waffen erhalten dürfen. „Aber es hält sich niemand an die Richtlinien“, sagte Beck. Er forderte, dass von der Bundesregierung in Aussicht gestellte Exporte zuvor im Bundestag diskutiert werden müssten.

Es sei nicht hinnehmbar, sagte Beck, dass der Bundestag zwar Auslandseinsätze von deutschen Soldaten genehmigen müsse, aber dann nicht die Lieferung von Waffen diskutieren könne, die möglicherweise sogar gegen deutsche Soldaten eingesetzt würden.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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