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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Generationen: Ganz jung und ganz alt: Das passt gut

15.07.2011

BLEXEN An dem niedrigen Tisch im Gruppenraum herrscht höchste Konzentration: Die dreijährige Milana setzt ein 15-teiliges Puzzle zusammen. Das macht sie nicht zum ersten Mal, aber diesmal hat sie Hilfe: Lydia Czerner, die an diesem Tag 78 Jahre alt wird, und die 85-jährige Käte Kolthoff greifen ein, damit aus dem kleinen Haufen Pappteile schnell wieder ein schönes Bild wird.

Gemeinsam malen

Ganz jung und ganz alt: Das passt gut. Seit mehreren Jahren schon arbeiten der Kindergarten Blexen und das Seniorenzentrum to Huus achtern Diek eng zusammen. Der Anstoß kam von Angelika Porschen, der früheren Leiterin des Heims. Sie lud die Kinder ein, mit den Bewohnern Bilder zu malen und diese dann auszustellen. Ganz jung und ganz alt ergänzen einander: Die einen bringen ein, was sie schon können, die anderen, was sie noch können.

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Weitere Projekte folgten. Gemeinsam erkundeten Kinder und Bewohner unter dem Motto „Von der Ähre zum Brot“ einen Bauernhof. In der Deichschäferei Tettens hieß es „Vom Schaf zur Wolle“ und in der Umweltstation Iffens „Vom Apfel zum Apfelsaft“. Die Älteren brachten ihre Erfahrung mit, die Jüngeren ihre Entdeckerfreude.

Freude ist es auch, die die Älteren beim Besuch der Kinder empfinden. „Die strahlen alle“, sagt Marion Blomenkamp, Mitarbeiterin in der Beschäftigungstherapie des Altenheims. „Oft stehen die Bewohner schon am Fenster und winken den Kindern zu, wenn sie kommen.“

Denn meistens ist es so, dass die Kinder die Heimbewohner besuchen und nicht umgekehrt. Denn die Kinder sind einfach beweglicher. Obwohl das Huus achtern Diek in Sichtweite des Kindergartens liegt, sind die Bewohner mit einem Kleinbus gekommen. Die Vorbereitung des kleinen Ausflugs hat um 8 begonnen, und es ist schon nach 10.30 Uhr, als die Kindergarten-Leiterin Bärbel Freudenberg-Müller die letzte der acht älteren Damen am Eingang begrüßt, die zu Besuch kommen.

Toben in langen Fluren

Die Kinder gehen dagegen zu Fuß ins Altenheim, und in seinen langen Fluren fühlen sie sich zum Toben eingeladen. Doch bald lernen sie Rücksicht zu nehmen. Und dann folgt die Phase, in der sie von sich aus überlegen, was sie mit ihren Gastgebern machen wollen, sagt Bärbel Freudenberg-Müller.

Während die Heim-Bewohner, vor allem Frauen, stark auf die Kinder fixiert sind, ist der Kontakt mit so alten Menschen für die Kinder oft ungewohnt. Ihre Großeltern sind meistens jünger als die Heim-Bewohner, und Urgroßeltern haben nur die allerwenigsten.

Weil sich ganz Alte und ganz Junge meistens nur einmal im Monat treffen, sind wirklich persönliche Kontakte eher die Ausnahme. Eine solche Ausnahme ist die fünfjährige Carla. Sie sitzt an einem anderen niedrigen Tisch in einem anderen Gruppenraum und spielt mit Hilda Antons (91), Hildegard van Lingen (85) und Erika Hecht (82) und dem vierjährigen Johann ein Würfelspiel mit Farben. An diesem Tisch strahlen alle.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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