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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Deutsches Rotes Kreuz: Gefühle in Bildern ausgedrückt

13.01.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-01-13T05:31:50Z 280 158

Deutsches Rotes Kreuz:
Gefühle in Bildern ausgedrückt

Elsfleth Nur wenige Flüchtlinge sind, seitdem sie in Deutschland Fuß gefasst und eine neue Heimat gefunden haben, in der Lage, bereits auf deutsch über die Traumata ihrer Flucht zu erzählen.

So gibt es zahlreiche Städte und Gemeinden in Deutschland, die geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Chance bieten, das Erlebte in selbstgemalten Bildern zu verarbeiten.

Kooperation mit Stadt

Auch in Elsfleth nahmen elf junge Frauen aus Syrien, Irak, Iran und dem Libanon die Möglichkeit wahr, ihre Empfindungen, Erinnerungen und Hoffnungen in Formen und Farben festzuhalten. Ermöglicht wurde der Kurs unter der Leitung der Maltherapeutin Flora Deyle-Fersch durch eine Kooperation zwischen der Stadt und dem DRK Elsfleth.

Ein Teil der im Kurs gemalten Bilder ist jetzt im unteren Rathausflur zu sehen, weitere Bilder werden im evangelischen Gemeindehaus am Nicolaiplatz ausgestellt.

Zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch hatten sich zahlreiche Gäste eingefunden, darunter die Betreuerinnen der Flüchtlingsfamilien, Ratsmitglieder, die Landtagsabgeordneten Karin Logemann (SPD) und Horst Kortlang (FDP). Das DRK vertraten Kreisgeschäftsführer Peter Deyle und die Flüchtlingskoordinatorin des DRK Wesermarsch, Petra Czerner.

Bürgermeisterin Brigitte Fuchs zeigte sich erfreut, dass es ihr möglich wurde, das von ihrer Vorgängerin angestoßene Projekt zu einem guten Ende zu bringen. „Ich sehe an den Bildern, dass die Frauen nicht nur ihre Gefühle ausgedrückt haben, sondern auch, dass sie viel Spaß beim Malen hatten“, sagte Brigitte Fuchs, „so bunt war noch nie eine Ausstellung im Rathausflur“. Einige der vorstellten Bilder waren in Gemeinschaftsarbeit aller teilnehmenden Frauen gemalt worden.

Engagierte Arbeit

Warum die Bilder der Flüchtlingsfrauen kunterbunt sind, Lebensfreude und Hoffnung ausstrahlen, erläuterte Petra Czerner: „Aus den Farbkästen wurde alle düsteren Farben von dunkelbraun, grau bis hin zu schwarz, entfernt. Wären diese Farben noch vorhanden gewesen, hätte das Triste die Oberhand gewonnen. Trotz der kräftigen Farben gibt es aber auch einige Bilder, die mit dem Thema sehr kritisch umgehen.“

Das helle und freundliche Ouvre erstaunte auch Peter Deyle. „Dass Frauen, von denen einige erst seit einem Jahr hier leben, solch hoffnungsvolle Bilder malen, verblüfft mich sehr!“ Die engagierte Integrationsarbeit in Elsfleth bezeichnete Deyle als beispielhaft. „Integration funktioniert, wenn alle Institutionen an einem Strang ziehen“, sagte er.

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