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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Weservertiefung: Generalplan: „Das ist nicht zielführend“

07.06.2013

Hannover /Wesermarsch Es sei nicht nachvollziehbar und nicht zielführend, wenn die neue SPD/Grünen-Landesregierung den Generalplan Wesermarsch vorerst auf Eis legt. Das meinen der Vorsteher des im September vergangenen Jahres gegründeten Planungsverbandes, Burchard Wulff, und Geschäftsführer Rüdiger Wilken.

Finanzierung ungeklärt

Die NWZ  hat in ihrer Ausgabe vom 6. Juni über die überraschende Wende berichtet. Demnach begründet die neue Regierung ihr Verhalten damit, dass die Finanzierung ungeklärt sei. Dabei stellt sie einen Zusammenhang mit den noch nicht entschiedenen Klagen des BUND und dreier Landwirte vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig gegen die geplante neue Weservertiefung her.

Dagegen sagen Burchard Wulff und Rüdiger Wilken, dass der Generalplan nichts mit der neuerlichen Vertiefung der Weser zu tun habe. „Das sind zwei Paar Schuhe und das ist bisher immer so kommuniziert worden. Die neue Regierung rudert jetzt politisch zurück. Ihre abwartende Haltung dient nicht der Sache“, so Burchard Wulff.

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Denn es gehe beim Generalplan darum, bereits eingetretene negative Auswirkungen früherer Weservertiefungen zu kompensieren. Es gehe nicht um die neue Weservertiefung, denn dafür sei im Planfeststellungsbeschluss die sogenannte Vermeidungslösung vorgesehen.

->  Wie mehrfach berichtet, soll diese Lösung lediglich vermeiden, dass sich der Salzgehalt im zugewässerten Weserwasser infolge der neuen Vertiefung erhöht. Es geht nicht um Folgen früherer Weservertiefungen.

Um dies zu erreichen, soll die bestehende Verwallung des Butjadinger Zu- und Entwässerungskanals erhöht werden. Dadurch könnte rechtzeitig vor Hochwasser, das höheren Salzgehalt hat, mehr Süßwasser als bisher in den Kanal geführt werden.

->  Beim Generalplan geht es dagegen darum: In einer Planungs- und Bauzeit von etwa 15 Jahren könnte ein neues System der Zu- und Entwässerung geschaffen werden. Damit könnte dauerhaft ausreichend salzarmes Wasser aus der Weser zur Viehtränke und auch zur Gewässerökologie in die Marsch geführt werden.

Denn infolge von Weserkorrektionen und -Vertiefungen in den vergangenen 100 Jahren hat sich die Brackwasserzone um mindestens 15 Kilometer Richtung Brake verschoben, so dass es immer schwieriger geworden ist, ausreichend Süßwasser in Beckumersiel und Strohhausersiel aus der Weser zu entnehmen. Südlich von Brake ist das aber möglich. Über einen neu zu bauenden Kanal könnte Süßwasser von dort bis nach Butjadingen geleitet werden.

Der Planungsverband hat inzwischen laut Vorsteher Burchard Wulff seine Hausaufgaben gemacht. So schlägt er vor, statt eines sehr teuren komplett neuen Kanals eine Wasserachse zu schaffen, die vorhandene Gewässer einbezieht. So könnte südlich von Brake eine Anbindung an das Lockfleth der Stadlander Sielacht geschaffen werden. Weiter könnte das zugewässerte Wasser über das Strohhauser Sieltief geführt werden und weiter nördlich durch das östliche Quertief bis Beckumersiel, um dann einzumünden in den Butjadinger Zu- und Entwässerungskanal.

50 Millionen Euro

Mit dieser Lösung könnte der Kostenrahmen von 50 Millionen Euro eingehalten werden. Allerdings seien noch hydraulische Berechnungen nötig – auch um sicherzustellen, dass infolge dieser neuen Zuwässerung nicht die Anforderungen an ausreichende Entwässerungsmöglichkeiten beeinträchtigt werden.

Offenbar wolle die neue Landesregierung erreichen, so Burchard Wulff, dass der Bund als Hauptverursacher der Weservertiefungen mehr als den bisher vereinbarten Kostenanteil von 2,5 Millionen an den 50 Millionen Euro Gesamtkosten übernimmt. Wenn die Regierung das Finanzierungskonzept neu schnüren wolle, laufe sie aber Gefahr, dass die Beteiligten sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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