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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Krankenhaus-Standort: Helios muss klare Zeichen setzen

29.04.2014

Nordenham Für den Krankenhaus-Standort Nordenham wird es nach Einschätzung von Helmut Dietrich von Woche zu Woche und von Tag zu Tag schwieriger. Der Krankenhaus-Konzern Helios als neuer Eigentümer der Wesermarsch-Klinik müsse ganz dringend für die Bevölkerung in der nördlichen Wesermarsch klare Zeichen setzen. Helios müsse deutlich signalisieren, dass der Klinikbetreiber entschlossen ist, die Verträge mit dem Landkreis und der Stadt zu erfüllen und den Klinikbau in Esenhamm zu vollenden.

Zeit für Demonstrationen

Sollte Helios diese klaren, von der Bevölkerung bisher vermissten Zeichen nicht bald setzen, wird es nach Einschätzung von Helmut Dietrich Zeit für neue Demonstrationen. Künftige Demonstrationen müssten aber wesentlich größer und geballter ausfallen als die beiden am 28. September (1000 Teilnehmer) und am 23. November (1500 Teilnehmer).

Wie berichtet, ist Helmut Dietrich (59) aus gesundheitlichen und beruflichen Gründen als 1. Vorsitzender der Bürgerinitiative „Die Wesermarsch-Klinik muss in Nordenham bleiben“ zurückgetreten. Er unterstützt die Initiative aber weiterhin als Ratgeber und Helfer.

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In einem Gespräch mit der NWZ  am Montag hat Helmut Dietrich deutlich gemacht, dass es nach seiner Einschätzung für Helios in Nordenham nur die Alternative zwischen „hopp oder top“ gibt: Entweder erfüllt der Konzern die Verträge zum Bau der neuen Klinik in Esenshamm und stockt den Rohbau eventuell auf, oder aber der Klinik-Konzern hält den Standort Nordenham auf Sparflamme, um sich mittelfristig aus Nordenham zu verabschieden.

„Mir drängt sich zurzeit leider der Eindruck auf, dass sich Helios zurückziehen will“, sagt Helmut Dietrich und fügt hinzu: „Ich hoffe, dass ich mich irre.“

Seiner Einschätzung nach ist es auch kein positives Signal, dass Helios an diesem Dienstag ein erstes Fusionsgespräch mit der Hospitalgesellschaft Jade-Weser als Träger des Braker Krankenhauses führen will. Vor solchen Gesprächen über eine Klinik-Verschmelzung sollte der Klinikbetreiber erst die Probleme im eigenen Haus in Nordenham anpacken.

Helmut Dietrich erinnert daran, dass der Chefarzt der Anästhesieabteilung und Leiter der Schmerztherapie in der Wesermarsch-Klinik, Dr. Hagen Behnke, das Nordenhamer Krankenhaus zum 1. Juli verlassen und eine Chefarztstelle in Wittmund antreten wird. Mit ihm gehen zwei weitere Anästhesisten. Auch die Hygienefachkraft habe jetzt das Nordenhamer Krankenhaus verlassen.

Klinikbereiche gefährdet

Helmut Dietrich geht davon aus, dass Helios in Nordenham zunächst versuchen wird, zu retten, was zu retten ist. Zu befürchten sei aber, dass der Konzern in der Wesermarsch-Klinik Personal abbauen und eventuell auch Klinikbereiche wie die Schmerzklinik ganz aufgeben könnte.

Wenn Entscheidungen für den Standort Nordenham weiter auf die lange Bank geschoben werden, wachse die Gefahr, dass Brake das Rennen macht im Ringen um den Standort der künftig einzigen Klinik im Landkreis. In Nordenham werde es dann vermutlich nur noch ein medizinisches Versorgungszentrum, aber kein Krankenhaus mehr geben.

Die veröffentlichten Aussagen des Geschäftsführers der Braker Klinik, Ingo Penner, deuteten klar darauf hin, dass bei einer Fusion die Hospitalgesellschaft das Sagen haben wolle und nicht daran denke, sich für Esenshamm zu entscheiden. Helmut Dietrich: „Ich glaube nicht, dass Helios die Wesermarsch-Klinik um jeden Preis am Leben erhalten wird.“

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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