• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Hundehaufen: Stadt setzt auf Aufklärung

01.07.2014

Nordenham Die stinkenden Hinterlassenschaften von Hunden auf Gehwegen und Spielplätzen oder in Vorgärten sind kein neues Problem, aber ein immer größer werdendes. Diesen Eindruck hat jedenfalls Uschi Wilkens: „Bei uns gibt es massive Beschwerden von Bürgern“, sagt die Pressesprecherin der Stadt Nordenham, „deshalb müssen wir handeln.“ Allerdings halten sich die Möglichkeiten der Stadtverwaltung in Grenzen, weil sie kommunalrechtlich nicht für die Abfallentsorgung zuständig ist. Anstelle von Strafandrohungen versucht es die Stadt daher mit freundlicher Aufklärung: Unter dem Motto „Weg mit dem Dreck“ hat das Referat für Öffentlichkeitsarbeit jetzt ein Faltblatt herausgegeben, um Hundehalter zur Entsorgung der Kothaufen zu bewegen.

Tüte gleich dabei

Praktischerweise ist an den Flyer auch gleich eine kleine Plastiktüte geheftet, mit dem die tierischen Tretminen hygienisch unbedenklich aufgenommen werden können.

„Hundekot darf kein fester Bestandteil des Stadtbildes sein“, heißt es in dem Anschreiben. Die Haufen seien nicht nur ein Ärgernis für Spaziergänger, sondern auch eine Gesundheitsgefahr für spielende Kinder. Daher sollte es für Tierhalter eine Selbstverständlichkeit sein, beim Gassigehen den Kot einzusammeln und ihn in eine Mülltonne zu befördern.

Theoretisch könnte der Landkreis Wesermarsch als zuständige Abfallbehörde einem Hundehalter, der die Hinterlassenschaften seines Vierbeiners auf öffentlichen Wegen oder Plätzen nicht beseitigt, ein Bußgeld aufbrummen. Aber in der Wirklichkeit kommt das selten vor.

Nun muss sich zeigen, ob die Stadt Nordenham mit der neuen Aufklärungskampagne das Problem entschärfen kann. Die Flyer liegen im Rathaus sowie in der Geschäftsstelle des Vereins Nordenham Marketing & Touristik aus und werden auf Nachfrage auch an andere Verteilstellen – zum Bespiel Geschäfte – ausgegeben.

Schwarze Schafe

Nach Angaben der Pressesprecherin sind zurzeit 1842 Hunde in Nordenham gemeldet. „Die meisten Hundehalter verhalten sich ordnungsgemäß“, sagt Uschi Wilkens, „aber es gibt auch einige schwarze Schafe unter ihnen.“ In dem Zusammenhang betont sie, dass die Hundesteuer nicht als Reinigungsgebühr missverstanden werden dürfe. Vielmehr sei diese Abgabe dafür gedacht, die Zahl der Hunde zu kontrollieren und zu regulieren.

Vor einigen Jahren hatten private Sponsoren an mehreren Stellen im Stadtgebiet sogenannte Hundetoiletten aufgestellt. Diese Stationen waren mit Plastikbeuteln und Entsorgungsbehältern bestückt. Aber der erhoffte Erfolg blieb aus. Statt der Hundehalter bedienten sich Randalierer an den Tütenspendern und verteilten die Plastikbeutel in der Gegend.

Norbert Hartfil
Redaktionsleitung Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2201

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.