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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

„Ich habe Zusagen eingehalten“

09.09.2016

Berne Zum ersten Mal nach vielen Jahren dürfte Dieter Liedtke an diesem Wahlsonntag ganz entspannt bleiben. Denn nach 35 Jahren im Gemeinderat, sieben Jahren als Berner Bürgermeister und einem Vierteljahrhundert im Kreistag tritt der 67-Jährige am 11. September nicht wieder zur Wahl an.

Nur wer mitgestaltet, hat auch das Recht zu meckern, lautet ein Grundsatz von Diether Liedtke (SPD). Dieses Anrecht hat sich der letzte ehrenamtliche Bürgermeister der Gemeinde Berne sicherlich längst erworben, denn das Engagement in unterschiedlichsten Bereichen gehört für Liedtke einfach zum Leben dazu.

Irgendwann muss allerdings begonnen werden, etwas kürzer zu treten. Denn schließlich sei es nicht einfach mit der Teilnahme an den Sitzungen getan, weiß er. In verschiedenen Ausschüssen habe er Themen verhandelt, die für ganz Niedersachsen relevant sind, blickt der Sozialdemokrat, der 1981 zunächst parteilos auf der Liste der SPD in den Gemeinderat einzog, zurück. Er habe Berne im Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund oder im Aufsichtsrat der Wohnungsbaugesellschaft Wesermarsch vertreten und war im Dachverband der Kommunen, zählt Liedtke einige seiner politischen Ämter auf, die stets ehrenamtlich waren. Darüber, dass es ihm zum Ende seines offiziellen politischen Wirkens noch einmal gelungen ist, die Ausschusssitzung des Bau-, Umwelt- und Planungsausschusses, der sich in ganz Niedersachsen trifft, am 25. Oktober in Berne tagen zu lassen, freut er sich besonders.

„Mit der SPD sympathisiert habe ich schon immer. Bürgermeister Heinz Groeneveld und der Berner SPD-Fraktionsvorsitzende Fritz Schedemann motivierten mich damals mitzumachen“, erinnert sich Liedtke. Nach dem Tod von Groeneveld 1989 ließ sich der inzwischen den Sozialdemokraten Beigetretene überzeugen, das Amt des Bürgermeisters zu übernehmen. Zusammen mit Gemeindedirektor Horst Murken als Chef der Verwaltung repräsentierte Diether Liedtke die Gemeinde bis 1996. „Defizite beim Einlösen von Versprechen gibt es bei mir keine. Die beiden Zusagen, die ich während meiner Amtszeit gemacht habe – Schwimmwesten für die Kanupolo-Spieler und ein neuer Maibaum für die Feuerwehr Berne – habe ich beide eingehalten“, blickt der gebürtige Celler schmunzelnd zurück.

In die Wesermarsch verschlagen hatte es ihn 1965, um in Lemwerder eine dreieinhalbjährige Ausbildung zum Metallflugzeugbauer in Lemwerder anzutreten. Doch statt dem Handwerk treu zu bleiben, entdeckte der junge Mann seine Ader fürs Soziale, begann 1972 eine berufsbegleitende Ausbildung zum Erzieher, lernte seine Frau Ria kennen und entwickelte die Idee zur ersten familiären Wohngruppe des CVJM-Sozialwerks Wesermarsch. 42 Jahre war er dort bis zur Pensionierung beschäftigt und hat zusammen mit seiner Frau mehr als 60 Jungen Halt im familiären Umfeld gegeben.

Parallel dazu engagiert sich Liedtke schon seit 1972 bei den Stedinger Johannitern. Seit 1977 ist er deren ehrenamtlicher Ortsbeauftragter – und das will er auf jeden Fall auch bleiben, bekräftigt der 67-Jährige.

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