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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Ihrer Heimatgemeinde fehlt ein Entwicklungsziel

30.12.2016

Lemwerder Das Betreuungsangebot in Lemwerder ist gut, aber nicht so gut, dass man es nicht noch verbessern könnte. Wiebke Naujoks weiß als berufstätige Mutter von zwei Kindern, wovon sie spricht. Und deshalb will sie sich im Lemwerderaner Gemeinderat insbesondere dafür einsetzen, „Familie und Beruf in Einklang zu bringen“. Das nennt die Fachärztin für Allgemeinmedizin als einen ihrer politischen Schwerpunkte in den nächsten fünf Jahren.

Mitglied in fünf Fachausschüssen

Wiebke Naujoks ist Mitglied im Finanz- und Planungsausschuss, im Personal- und Geschäftsordnungsausschuss, im Ausschuss für Jugend, Kultur und Tourismus, im Sozialausschuss und im Schulausschuss.

Die 37-Jährige gehört der dreiköpfigen UWL-Gemeinderatsfraktion an, die zum ersten Mal im Gemeinderat in Lemwerder vertreten ist.

Wiebke Naujoks hat sich zwar schon frühzeitig engagiert, beispielsweise in der Elternarbeit in Kindergärten oder Schulen, aber erst jetzt, wie sie sagt, „die Lust an politischer Arbeit entdeckt“. Erstmals auf der Liste der neu gegründeten Wählergemeinschaft Unabhängige Wähler Lemwerder (UWL) angetreten, ist die 37-Jährige im September in den Gemeinderat gewählt worden.

Über den richtigen Weg, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, hat sie nach eigenem Bekunden „schon immer stark diskutiert“, und das erhofft sie sich auch von der politischen Arbeit im Gemeinderat. „Eine Diskussion belebt, im Austausch der unterschiedlichen Meinungen kann es im besten Falle am Ende sogar zu einem Konsens kommen, wenn man die Beweggründe des anderen zu verstehen beginnt“, sagt Wiebke Naujoks. Dass es Ratsmitglieder gibt, die gelegentlich „mit den Augen rollen oder tief stöhnen“, wenn über einen Tagesordnungspunkt lange gesprochen wird, hält sie deshalb für völlig falsch. Je ausführlicher ein Thema von verschiedenen Seiten aus beleuchtet wird, umso leichter könnte es fallen, „auch mal die Meinung zu ändern, ohne dabei das Gesicht zu verlieren“.

Wiebke Naujoks, die genau diese Diskussionskultur in der bisherigen Ratsarbeit vermisst hat, will deshalb die Arbeit in Arbeitskreisen stärken („allerdings nach klaren Spielregeln“) und dafür sorgen, dass dort getroffene Entscheidungen auch in der politischen Arbeit umgesetzt werden. Desweiteren setzt die Lemwerderanerin auf Bürgerbeteiligung – allerdings als „Hol- und Bringschuld“.

Einerseits sollte es nach ihrer Meinung bei bestimmten wichtigen Themen Bürgerbefragungen geben und Bürgerversammlungen (bei denen die technischen Möglichkeiten wie Internet stärker eingebunden werden sollten), aber dies müsse von den Bürgern auch genutzt werden. Und dieser Dialog müsse von einem neutralen Moderator begleitet werden. Der sollte idealerweise auch für die Internetaktivitäten der Gemeinde und die Öffentlichkeitsarbeit insgesamt zuständig sein.

Familienthemen liegen der Medizinerin, die nach dreieinhalbjähriger Tätigkeit in Elsfleth im Januar in einer Gemeinschaftspraxis in Lemwerder tätig sein wird, also besonders am Herzen. Grundsätzlich aber fehlt der Mutter und Ehefrau für die eigentlich gut aufgestellte Gemeinde – etwa in Bezug auf Betreuungs- und Freizeitangebote – „ein Plan, wo wir in 20 Jahren sein wollen“. Lemwerder hat Potenzial für Jung und Alt, aber wie sich die Gemeinde entwickeln soll, darüber gibt es keine klare Aussage. Die Politik hat in der Vergangenheit „jeden Tag ein neues Feuer gelöscht“. Es wird Zeit, so Wiebke Naujoks, dass es ein klares Entwicklungsziel gibt, auf dass dann mit künftigen Entscheidungen hingearbeitet wird.

Außerhalb der politischen Arbeit genießt sie das Schwimmen und Segeln.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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