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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Im Notfall schlechte Karten

18.02.2009

LEMWERDER Wie der Zufall es oft so will, erwischt einen der Hexenschuss, ein Magen-Darmvirus oder ein Bazillus gerade am Wochenende oder nach Sprechstundenschluss des Hausarztes, so dass in diesem Fall der Notdienst konsultiert werden muss. In Lemwerder und Berne haben bislang acht Ärzte den Notdienst als so genannte Insellösung unter sich aufgeteilt. Diese Notdienstringe sollen nach einem Beschluss der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) zum April aufgelöst werden. Über diese geplante Reform der ärztlichen Notdienste informierte der ortsansässige Allgemeinmediziner Burkhard Koberg kürzlich als Gast in der öffentlichen Fraktionssitzung der FDP im Lemwerderaner Rathaus, zu der der FDP-Ratsherr Torben Schöne über 20 Teilnehmer aus der Partei sowie interessierte Bürger willkommen hieß.

In verständlichen Worten erklärte der Arzt den Hintergrund der Reform. Koberg: „Die Kassenärztliche Vereinigung will den ländlichen Bereich für Ärzte interessanter machen.“ Konkret heißt dies aber, dass Lemwerderaner Notfallpatienten künftig zum St. Josef-Stift nach Delmenhorst fahren müssen und nicht mehr durch die niedergelassenen Ärzte betreut werden. Verunsichert richteten die anwesenden Bürger Fragen an den Hausarzt. Was passiere, wenn man ins Krankenhaus nach Bremen-Blumenthal fahren würde, wollte man wissen. „Man wird sicherlich nicht wieder weggeschickt, aber es wird einem nahegelegt, sich beim nächsten Mal an eine andere Adresse zu wenden“, so Burkhard Koberg. Auch die Sorge, kein Auto für den Weg nach Delmenhorst zur Verfügung zu haben, bewegte die Anwesenden. „Viele Patienten werden sicherlich nicht zum Notdienst fahren und so ihre Krankheiten verschleppen“, mutmaßte der Arzt.

Empört und verärgert suchten die betroffenen Bürger nach Möglichkeiten, gegen diese Maßnahme anzugehen. Dabei fasste man ins Auge, sich dem Widerstand der Stedinger Landfrauenvereine anzuschließen oder selbst eine Interessengemeinschaft zu gründen. Burkhard Koberg riet, erst einmal abzuwarten, um dann beurteilen zu können, welche Probleme die Änderung mit sich bringt, diese Fälle sammeln und dann an die Öffentlichkeit gehen.

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