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Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken
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Aktualisiert vor 23 Minuten.

Amira Mohamed Ali
Oldenburgerin übernimmt Fraktionsvorsitz der Linken

NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Jade betreut 62 Flüchtlinge

11.01.2017

Jade Christian Klimkeit arbeit seit November 2013 in der Gemeindeverwaltung. Eingestellt wurde er, um das Bauamt zu verstärken. Doch dann kam alles ganz anders. Die Flüchtlingswelle überrollte die Bundesrepublik – und Christian Klimkeit kümmert sich seit dem Sommer 2014 im Sozialamt in Vollzeit um die Flüchtlinge, die der Gemeinde zugewiesen wurden.

Kontingente festgelegt

Und so ging es los: Die Landesaufnahmebehörde legte am 4. Dezember 2015 die Aufnahmekontingente für den Landkreis Wesermarsch fest. Die Gemeinde Jade hatte 47 neue Asylbewerber aufzunehmen. „Die Herausforderung bestand nun zuerst darin, genügend Wohnraum zu beschaffen. Nach intensiver Suche auf dem regionalen Wohnungsmarkt sowie mehreren Aufrufen in den Zeitungen und in der Bevölkerung konnte zum Frühjahr 2016 letztendlich für alle Flüchtlinge Wohnraum bereit gestellt werden“, sagt Klimkeit rückblickend im Gespräch mit der NWZ . Die Einrichtungen mit Möbeln und Küchenausstattungen konnten über Spenden und Haushaltsauflösungen in der Gemeinde Jade abgedeckt werden. „In nur ganz wenigen Fällen mussten wir noch neue Möbel beschaffen“, fasst Klimkeit zusammen.

Heiße Phase ab märz

Die ersten Flüchtlinge der neuen Zuweisungsquote trafen dann ab Mitte Dezember 2015 in der Gemeinde ein. Im Zeitraum von März bis Mai kam es zur „heißen Phase“, in der der Gemeinde 30 Asylbewerber zugewiesen wurden. Dies bedeutete eine große Kraftanstrengung für alle Beteiligten. Das Sozial- und Meldeamt, der Verein Integrationshilfe Jade, die Schulen und Kindergärten waren stark gefordert.

Höchststand im Sommer

Zu jenem Zeitpunkt befanden sich in der Gemeinde Jade 101 Flüchtlinge. Dies war der höchste Stand, den die Gemeinde Jade seit den 90er Jahren zu verzeichnen hatte.

Die verbliebenden Flüchtlinge die noch zugewiesen wurden, kamen dann im Zeitraum Juli bis September. Die Zuweisungsquote von 47 Personen wurde im September erfüllt. Eine neue Zuweisungsquote wird für Anfang dieses Jahres erwartet. Diese wird aber aufgrund des schwachen Zustroms von Flüchtlingen vermutlich sehr viel geringer ausfallen. „Wir rechnen mit wenigen zusätzlichen Flüchtlingen“, sagt Klimkeit am Dienstag im NWZ -Gespräch.

Rückführungen

„Mittlerweile ist die Zahl der in der Gemeinde Jade lebenden Flüchtlinge durch Rückführungen in sichere Herkunftsstaaten wie zum Beispiel Albanien und Serbien, durch abgelehnte Asylanträge sowie durch Erteilung von Aufenthaltstiteln und der damit verbunden freien Wohnsitzwahl auf 62 Personen zurückgegangen“, erläutert Klimkeit. Er erwartet, dass es im ersten Halbjahr 2017 noch zu weiteren Verringerung der Flüchtlingszahlen in Jade kommen wird.

Wohnraum knapp

Einige Flüchtlinge möchten nach Erteilung des Aufenthaltstitels in der Gemeinde Jade wohnen bleiben. Dies scheitert leider oft am mangelnden Wohnraum. Die von der Gemeinde angemieteten Wohnungen stehen leider dann nicht zur Verfügung – aufgrund von laufenden Verträgen und dem Bedarf an Wohnraum für die noch zu erwartenden Flüchtlinge.

Die Unterbringung der Flüchtlinge konnte mit großer Kraftanstrengung bewerkstelligt werden. Nun geht es um die Integration. Hier leistet der Verein für Integrationshilfe Jade unter Vorsitz von Michael Rettberg wertvolle Arbeit. Der Verein und seine Helfer unterstützen die Flüchtlinge schon bei der Ankunft. Sie zeigen ihnen die Wege zu Ärzten und Behörden, vereinbaren Arzttermine, übernehmen die Begleitung in die Schulen und Kindergärten und erklären Abläufe des Alltags.

BerufsQualifizierung

Unter Leitung des Vereins konnte ein Integrationscafé in Jaderberg ins Leben gerufen werden, das 14-tägig im Gemeindehaus Jaderberg in der Kastanienallee stattfindet. Dort findet ein Austausch zwischen Bürgern der Gemeinde und den Flüchtlingen statt.

Des Weiteren findet dreimal wöchentlich ein Deutschkursus für die Flüchtlinge statt, der ebenfalls vom Integrationsverein geleitet wird.

Viele Institutionen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeitsmarktintegration und Qualifizierung voranzutreiben. Dort zeigen sich bereits erste Erfolge. Die Jader Flüchtlinge kommen aus acht Ländern: Irak, Syrien, Afghanistan, Pakistan, Algerien, Nepal, Sudan, Irak.


     www.gemeinde-jade.de 
Hans-Carl Bokelmann Jade/Ovelgönne / Redaktion Brake
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