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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Städtepartnerschaft: Jubiläum sorgt für neuen Schwung

12.06.2017

Nordenham Zuletzt ist ein bisschen die Luft raus gewesen. Aber jetzt soll die Partnerschaft zwischen Nordenham und Swinemünde wieder an Fahrt aufnehmen. Den Startschuss dafür hat am Sonnabend die Jubiläumsfeier zum 25-jährigen Bestehen der Städteverbindung gegeben. Bei einem Empfang in der Stadthalle Friedeburg sind sich alle Teilnehmer darüber einig gewesen, dass die deutsch-polnische Freundschaft ein wertvolles Gut ist und unbedingt fortgesetzt werden soll.

Zu den Gästen der Veranstaltung gehörten auch einige Männer der ersten Stunde, die bei der Gründung der Städtepartnerschaft dabei waren und sie auch heute noch begleiten. Darunter auf Nordenhamer Seite Fritz Jacob sowie der ehemalige Bürgermeister Ulrich Münzberg und Ex-Stadtdirektor Wilfried Fugel, die 1992 mit ihren Unterschriften den Partnerschaftsvertrag besiegelt hatten. Diesen historischen Augenblick hatte auch Stanislaw Bartkowiak miterlebt. Der Swinemünder Stadtratspolitiker ist nach wie vor eine der treibenden Kräfte in der Städtepartnerschaft und gehörte daher selbstredend zu der rund 40-köpfigen Delegation aus Polen, die anlässlich der Jubiläumsfestlichkeiten das vergangene Wochenende in Nordenham verbracht hat.

Rot-weiße Fähnchen

Für einen schwungvollen Auftakt der Feier sorgte das Marineorchester Swinemünde. Anschließend begrüßten Mädchen und Jungen des Kindergartens Phiesewarden die Besucher aus Swinemünde mit dem Lied „Bruder Jakob“ – und zwar auf Polnisch. Dazu schwangen sie rot-weiße Fähnchen. Einen weiteren musikalischen Akzent mit maritimer Note setzte später der Nordenhamer Shantychor, der schon mehrfach in Swinemünde aufgetreten ist und daher eine enge Verbindung zu der polnischen Partnerstadt hat.

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Der Nordenhamer Bürgermeister Carsten Seyfarth verglich in seiner Rede die Städtepartnerschaft mit dem Baum, den die Freunde aus Deutschland und Polen zuvor im Museumspark gepflanzt hatten. Die Eiche sei – wie die Städtepartnerschaft – fest im Boden verwurzelt und solle jetzt kräftig wachsen und gedeihen. Dabei machte Carsten Seyfarth deutlich, dass Politik und Verwaltung nur den Rahmen für die freundschaftliche Verbindung schaffen könnten. Um die Städtepartnerschaft mit Leben füllen, seien die Bürger gefordert. „Ich wünsche mir, dass die Partnerschaft durch das Jubiläum einen Schub erhält“, sagte er, „es lohnt sich, Freundschaften über Grenzen hinaus zu pflegen.“ Der Bürgermeister sprach die Hoffnung aus, dass es über das Gymnasium Nordenham bald wieder einen Schüleraustausch mit Swinemünde geben könnte.

Den Vergleich mit dem Baum als Symbol für die Städtepartnerschaft griff auch Pawel Sujka auf. Der stellvertretende Swinemünder Stadtpräsident betonte, dass der Baum „gepflegt und gegossen“ werden müsse. Eine besondere Bedeutung für die Weiterentwicklung der Städtepartnerschaft haben seiner Meinung nach die Kinder und die Jugend. „Sie sind unsere Zukunft“, sagte Pawel Sujka. Er selbst war als junger Sportler 1998 zum ersten Mal nach Nordenham gekommen. Damals habe es noch große Unterschiede zwischen den Ländern gegeben, aber heute nicht mehr.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Astrid Grotelüschen aus Ahlhorn bezeichnete das 25-jährige Bestehen der Freundschaft zwischen Nordenham und Swinemünde als ein „außergewöhnliches Jubiläum“. Sie erinnerte daran, dass deutsch-polnische Städtepartnerschaften aufgrund der historischen Belastung durch den 2. Weltkrieg etwas Besonderes seien. Das inzwischen gute Verhältnis zwischen den beiden Ländern sei auch für den „europäischen Gedanken“ von großer Bedeutung. Astrid Grotelüschen rief dazu auf, trotz Brexit und anderer Gegenbewegungen weiter aufeinander zuzugehen, offen zu sein und „gemeinsam das Haus Europa zu bauen“. Dafür leiste die Städtepartnerschaft einen wichtigen Beitrag.

Für Europa

Wesermarsch-Landrat Thomas Brückmann betonte, dass er „von ganzem Herzen Europäer“ sei. Die deutsch-polnische Freundschaft bezeichnete als „Garant für ein friedliches Miteinander in der Mitte Europas“.

Nach dem offiziellen Teil überraschte Vize-Stadtpräsident Pawel Sujka die aus Swinemünde stammende und mittlerweile in Nordenham lebende Lehrerin Aneta Locker mit einer Auszeichnung. Sie bekam im Beisein ihrer ehemaligen Kollegin Katarzyna Bialowas einen Pokal überreicht. Damit würdigte Pawel Sujka ihren großen Einsatz für das Partnerschaftsprojekt.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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