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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Interview: „Jugendliche sollen mehr Gehör finden“

09.04.2016
Frage: Seit 2006 gibt es die Junge Union, die Nachwuchsorganisation der CDU, auch in Nordenham. Seit Januar dieses Jahres gibt es erstmals seit vielen Jahren wieder eine Arbeitsgemeinschaft der Jungsozialisten in der SPD in Nordenham. Sehen Sie die Jusos mehr als neue politische Konkurrenz oder als eine Bereicherung für die kommunale Demokratie in Nordenham?

Tjark Klävemann: Wir als Junge Union sehen es positiv, dass die Jusos wieder da sind. Denn je mehr junge Leute sich politisch engagieren, desto mehr Gehör finden die Ansichten junger Menschen in der Politik. Die Konkurrenz ist zwar da, sie ist für uns aber nicht negativ, sondern ein Ansporn, aktiver zu sein. Generell wäre es gut, wenn sich noch mehr junge Menschen in die Politik einbringen würden.

Frage: Was unterscheidet in Nordenham die Junge Union von den Jusos?

Klävemann: Zum einen sind wir als Junge Union eine eigenständige Organisation. Wer bei uns mitarbeiten will, muss nicht der CDU angehören. Viele JU-Mitglieder sind nicht Parteimitglieder. Das macht uns unabhängig von der CDU. Dagegen können nur SPD-Mitglieder den Jusos angehören und dort aktiv werden. Zum anderen verfolgen wir treu das Motto: „50 Prozent Politik und 50 Prozent Party – das sind 100 Prozent Junge Union“.

Berufsziel: Logistikmanager

Tjark Klävemann ist 20 Jahre alt, wohnt in Abbehausen, hat in Nordenham sein Abitur abgelegt und studiert im zweiten Semester Transportwesen und Logistik an der Hochschule Bremerhaven. Er möchte nach Studienabschluss als Logistikmanager in einem Hafen arbeiten.

Seit 2012 ist der Abbehauser Mitglied der Jungen Union. Zurzeit ist er zudem noch stellvertretender Vorsitzender der Schülerunion im Landkreis.

Frage: Die Jusos sind mit fünf Aktiven gestartet. Wie viele Mitglieder hat die Junge Union zurzeit und wie viele aktive?

Klävemann: Wir haben 28 Mitglieder, davon sind 10 bis 15 aktiv. Wir sind im Unterschied zu den Jusos sehr jung. Viele JU-Mitglieder sind erst 18 bis 20 Jahre alt. Aufgrund schulischer Abschlussprüfungen, Ausbildung oder Studium kommt es immer wieder zu kurzfristigen Schwankungen der Zahl aktiver Mitglieder.

Frage: Warum sind Sie Mitglied der Jungen Union?

Klävemann: Ich habe mich immer für Politik interessiert und habe mir gesagt, wenn ich mich nicht engagiere, lerne ich sie nicht richtig kennen. Ich möchte auch etwas verändern getreu dem Motto „Nicht meckern, sondern machen“. Sehr wichtig ist mir zudem der Austausch mit anderen jungen Menschen über politische Themen, gerade auch, um die Stadt und den Landkreis attraktiver zu machen.

Frage: Warum wollen Sie das in der Jungen Union tun?

Klävemann: Weil ich mit vielen inhaltlichen Punkten der Jungen Union übereinstimme. Ich schätze auch den Wechsel zwischen geselligen Runden und Politik entsprechend dem vorhin genannten Motto.

Frage: Worauf kommt es Ihnen inhaltlich an?

Klävemann: In erster Linie geht es mir darum, die Interessen der Jugendlichen zu vertreten und ihnen mehr Gehör in der CDU und in der Politik allgemein zu verschaffen. Auch halte ich es für sehr wichtig, kreative Ideen in die Politik einzubringen.

Frage: Können Sie ein Beispiel nennen?

Klävemann: Der Leerstand in der nördlichen Fußgängerzone oder freie Räume in Schulen könnten als Proberäume für Bands genutzt werden. Toll finde ich auch die Initiative des Jugendparlaments für einen Fitnessparcours für alle Generationen am Weserstrand.

Frage: Im September sind Kommunalwahlen. Bewerben sich Mitglieder der Jungen Union für den Ortsrat Abbehausen, den Stadtrat und den Kreistag?

Klävemann: Wir haben leider keine Kandidaten für den Kreistag. Für den Abbehauser

Ortsrat wird wieder Tobias Thormählen kandidieren, der vor fünf Jahren erstmals in den Ortsrat gewählt worden ist. Er ist 24 Jahre alt und arbeitet als Tischler. Ich selbst werde ebenfalls für den Ortsrat kandidieren.

Für den Nordenhamer Stadtrat treten an: Robin Lotz, 20 Jahre alter Blexer und Auszubildender für den Beruf des Kaufmanns für Büromanagement; Tjorven Lopian, 18 Jahre alter Schüler der Oberschule I in Nordenham, und Markus Preiß, 24 Jahre alter Fluggerätmechaniker.

Frage: Was möchte die Junge Union inhaltlich in die Politik des Nordenhamer Stadrates einbringen?

Klävemann: Die Themen, die ich zuvor bereits genannt habe. Wir möchten zudem der Kommunalpolitik eine einfachere Sprache verleihen, damit alle Menschen besser verstehen, was hier passiert. So kann sich jedermann besser eine Meinung bilden. So wird eine breitere Diskussion gefördert. Das ist nötig, weil Kommunalpolitik jeden Bürger direkt betrifft. Ganz wichtig ist uns auch, die Stadt attraktiver zu machen, damit junge Familien nach Nordenham ziehen und junge Nordenhamer nach Abschluss ihrer Ausbildung nicht die Stadt verlassen.

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Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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