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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Bundestagswahl: Kennenlernmarathon und Abschiedstournee

09.07.2013

Nordenham Schon seit Januar ist sie auf Achse. Jede freie Stunde nutzt Susanne Mittag, um Einrichtungen, Verbände, Firmen und vor allem die Menschen in ihrem Wahlkreis kennenzulernen. Oft hat sie Holger Ortel an ihrer Seite, der mit Land und Leuten bestens vertraut ist. Susanne Mittag hat sich vorgenommen, bei der Bundestagswahl am 22. September seine Nachfolge anzutreten. Der gebürtige Nordenhamer (62) will sich dann aus der großen Politik zurückziehen und Susanne Mittag seinen Sitz in der SPD-Fraktion überlassen.

Gute Ausgangslage

Dass die Delmenhorsterin den Sprung nach Berlin schafft, gilt als sicher. Zum einen hat die 54-jährige Polizeibeamtin gute Chancen auf das Direktmandat im Wahlkreis Delmenhorst/Wesermarsch/Oldenburg-Land, zum anderen stellt ihr vierter Platz auf der SPD-Landesliste eine komfortable Ausgangslage dar.

Während für Susanne Mittag der Termin-Marathon zwischen Burhave und Wildeshausen eine Vorstellungs- und Kennenlernrunde ist, hat er für Holger Ortel auch die Bedeutung einer Abschiedstournee. Seit 1998 gehört der gelernte Tischler, der seit vielen Jahren in Delmenhorst lebt, dem Bundestag an. In dieser langen Zeit ist er zu einer Institution geworden, kennt unzählige Leute und hat beste Kontakte. Was macht so einer ohne die Politik? „Ich kümmer’ mich dann mit Volldampf um meine Fischerei“, sagt er. Damit meint Holger Ortel seinen Posten als 1. Vorsitzender des Deutschen Fischereiverbandes.

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Am Montag haben Susanne Mittag und Holger Ortel dem Jobcenter in Nordenham einen Besuch abgestattet. In dem Gespräch mit dem Geschäftsführer Günter Thielemann ließen sie sich aufzeigen, welche Besonderheiten der Arbeitsmarkt in der Wesermarsch hat und wo die größten Probleme liegen.

Die beiden SPD-Politiker sind sich darüber einig, dass Günter Thielemann und sein Team gute Arbeit leisten. Nach dem anfänglichen Hin und Her um die Strukturen dieser Einrichtung, die für die Betreuung von Arbeitslosengeld-II-Beziehern zuständig ist, habe sich das Jobcenter-Modell bewährt.

Aus der Sicht von Susanne Mittag kommt es vor allem drauf an, Antworten auf die Fragen und Herausforderungen zu finden, die der demografische Wandel für die Arbeitsvermittlung mit sich bringt. Die geografische Randlage der Wesermarsch erfordere „spezifische Lösungen“, sagt sie. Dabei sieht sie auch den Gesetzgeber gefordert, der die besonderen Rahmenbedingungen vor Ort berücksichtigen müsse.

Fachkräfte fehlen

Weil die Bevölkerungszahlen sinken, wird es für die Betriebe immer schwieriger, Fachkräfte zu finden. Gleichzeitig gibt es viele arbeitslose Menschen, denen es an schulischen oder beruflichen Qualifikationen mangelt. Beim Jobcenter in Nordenham haben Susanne Mittag und Holger Ortel erfahren, dass die Kundschaft zu 70 Prozent aus Frauen und Männern ohne Schulabschluss und Lehre besteht.

Susanne Mittag hält eine individuelle Beratung und Förderung für den richtigen Ansatz. Zudem sei es im Bereich der Altenpflege wichtig, die gesellschaftliche Anerkennung dieses Berufes zu erhöhen. Dass es schwierig sei, Menschen für eine solche Dienstleistungstätigkeit zu begeistern, liege nicht zuletzt an der geringen Wertschätzung. Susanne Mittag spricht sich dafür aus, die Umschulungsbedingungen zu verbessern, um den Personalnotstand in der Pflege zu entschärfen. „Die Verdienstmöglichkeiten und Arbeitszeiten müssen auch unter die Lupe genommen werden“, sagt ihr Parteifreund Holger Ortel.

Susanne Mittag wünscht sich, dass die Jobcenter und Arbeitsagenturen „noch projektorientierter“ handeln. Nicht allein die Vermittlungsquote dürfe ausschlaggebend sein.

Zudem sei es wichtig, die Wesermarsch für Familien attraktiver zu machen. So könne dazu beitragen werden, dass sich einerseits Fachkräfte anlocken lassen und anderseits ehemalige Wesermärschler nach Ausbildung oder Studium wieder zurückkehren. Bei ihren vielen Terminen hat sie erfahren, welche Themen die Bürger besonders beschäftigen: Arbeit und Familie.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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