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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

KERNENERGIE: KKU-Restlaufzeit wird nicht verkürzt

01.02.2008

KLEINENSIEL /BERLIN Das Bundesumweltministerium könne eine Laufzeitveränderung für das Kernkraftwerk Unterweser nicht einseitig anordnen, sondern es bedürfe dazu einer entsprechenden Entscheidung des Eigentümers Eon. Da der das nicht wolle, werde sich an der geplanten Restlaufzeit für das KKU bis voraussichtlich 2012/13 nichts ändern, machte Sigmar Gabriel seinen Gästen aus der Gemeinde Stadland deutlich.

Auf Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Holger Ortel (SPD) trafen jetzt Günter Hespos, Horst Mauritschat, Siegmar Wollgam und Bernd Markgraf als Vertreter der Stadlander SPD-Gemeinderatsfraktion und des SPD-Ortsvereins Stadland in Berlin mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) zusammen.

Anlass dafür waren die Äußerungen Gabriels im Herbst vergangenen Jahres nach Pannen in den Kernkraftwerken Brunsbüttel, Krümmel und Unterweser, ältere Kraftwerke bereits früher abzuschalten. Das hatten die Stadlander Sozialdemokraten in einem offenen Brief an den Bundesumweltminister scharf kritisiert.

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In Berlin schilderten sie dem Bundesumweltminister ihre Sorgen bei einem vorzeitigen Ausstieg aus der Nutzung der Kernenergie. Davon wären die rund 500 Mitarbeiter im KKU, die durch Gabriels Äußerungen verunsichert worden seien, und die dort tätigen Firmen betroffen.

Sigmar Gabriel machte in dem Gespräch deutlich, dass er die Sorgen der Menschen vor Ort gut verstehen könne. Gleichzeitig bat er um Verständnis, dass er im Rahmen des von den Energiekonzernen mit der Bundesregierung geschlossenen Atomkonsenses und des darauf aufbauenden Atomgesetzes handele. Die Energieversorger hätten nicht nur das planmäßige Auslaufen von Kernkraftwerken mit der Bundesregierung beschlossen, sondern auch verabredet, dass ältere Kernkraftwerke früher stillgelegt werden können, um jüngere Kraftwerke länger laufen zu lassen, so die Auskunft des Bundesumweltministers.

Die Energieversorger würden allerdings in allen Fällen genau das Gegenteil beantragen, obwohl eine längere Laufzeit eines älteren Kernkraftwerkes zu Lasten eines jüngeren Kraftwerkes nur die Ausnahme im Rahmen des Atomkonsenses darstellen dürfe, so Sigmar Gabriel.

„Ich bitte um Verständnis dafür, dass ich nicht akzeptieren kann, wenn die Energieversorger einen Vertrag, den sie selbst geschlossen haben, nicht mehr einhalten wollen und ständig bei mir beantragen, die Ausnahme zur Regel zu machen. Deshalb habe ich die Energieversorger daran erinnert, dass wir eigentlich die Laufzeitübertragung von Alt auf Jung vereinbart haben und nicht umgekehrt. Dies hätte dann auch das Kernkraftwerk Unterweser betroffen“, sagte der Minister.

Da allerdings die Unternehmen inzwischen klar gestellt hätten, dass sie von der Möglichkeit einer Laufzeitübertragung von Alt auf Jung keinen Gebrauch machen würden, habe sich das Thema für das Kernkraftwerk Unterweser erledigt“, so Sigmar Gabriel.

Die Aussage, dass das Ministerium keine einseitige Laufzeitverkürzung für das KKU anstrebt, sollte die Verunsicherung im KKU beenden, hoffen die Stadlander SPD-Vertreter.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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