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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Kopfschütteln über Vareler Pläne

24.02.2017

Jae /Varel Bei der Diskussion um eine Ortsumgehung für die Bundesstraße 437 in Varel hat sich die Ratsfraktion „Zukunft Varel“ mit einem neuen möglichen Lösungsweg an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) gewandt – und der hätte gravierende Auswirkungen für Teile der Wesermarsch (NWZ vom 23. Februar). Der Vorschlag der Wählergemeinschaft um Ex-Minister Karl-Heinz Funke sieht vor, dass es gar keine neue Umgehungsstraße geben soll. Stattdessen könnten besser die Landesstraße 820 und im weiteren Verlauf die Landesstraße 862 ertüchtigt – sprich für den Schwerlastverkehr befahrbar gemacht werden.

In Jade steht man diesen Plänen äußerst kritisch gegenüber.
 „Die SPD in Jade lehnt den Vorschlag aus Varel strickt ab“, schreibt der Fraktionsvorsitzenden Johan Scholtalbers in einem Brief an die NWZ. Die Ratsmitglieder der „Zukunft Varel“ schienen vom „Trump-Syndrom“ befallen zu sein. Die populistische Ankündigungen ohne sich mit der Nachbargemeinde Jade abzustimmen, missfalle den Jader Genossen.

Planungsfehler der vergangenen Jahrzehnte, die auch die langjährigen Ratsmitglieder Karl Heinz Funke und Alfred Müller mit zu verantworten haben, könnten nicht auf dem Rücken der Nachbarn ausgetragen werden. Schon jetzt werde die Lastbeschränkung von 12 Tonnen von vielen Lastkraftwagen und verstärkt in den Abend- und Nachtstunden sowie ab Freitagmittag von schweren voll beladenen Schleppern mit Dumpern missachtet.

Die L 862 ist erst im vergangenen Jahr aufwendig saniert worden. Durch den nicht tragfähigen moorigen Untergrund wird die L 862 von diesen schweren Fahrzeugen in Grund und Boden gefahren. Die Lastbeschränkung und damit das Verbotsdurchfahrt für schwere Lastkraftwagen müsse schärfer überwacht werden. Für die unzureichenden Kontrollen der Behörden habe die SPD-Fraktion überhaupt kein Verständnis, so der Fraktionsvorsitzende Johan Scholt­albers.
Auch die Mitglieder der Unabhängigen Wählergemeinschaft Jade (UWG-Jade) können über die Vorschläge aus Varel nur den Kopf schütteln. Ja ist denn heute schon der 1. April? Oder hat „Zukunft Varel“ mehr Karneval gefeiert, als sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen, fragt Klaus Decker von der UWG-Jade. Anders lässt es sich wohl nicht erklären, eigene Probleme offenbar ohne Ortskenntnis in andere Gemeinden zu schieben.

Der Kreisel in Heubült, der zukünftig häufiger geschlossene Bahnübergang, die sowieso ungenügende Verkehrssituation in Jaderberg und die Ortsdurchfahrt Jade lassen diese Idee absurd erscheinen! Von der Lebensqualität der Anwohner sowie der Sicherheit auf den Schulwegen der direkt anliegenden Schulen nicht zu sprechen. „Make Varel great again“ – aber garantiert nicht zu Lasten der Gemeinde Jade und seiner Bürger, schreibt Klaus Decker in seinem Brief an die NWZ.

Hans-Carl Bokelmann
Jade/Ovelgönne
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2304

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