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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Politik: Kreis bekommt Millionen für Flüchtlinge

17.09.2015

Wesermarsch 2,1 Millionen Euro werden noch in diesem Jahr in die Kassen des Landkreises fließen. Das teilt die SPD-Landtagsabgeordnete Karin Logemann jetzt mit. Das Geld stammt aus einem Soforthilfeprogramm des Landes Niedersachsen. Rund 300 Millionen Euro gibt die Regierung Weil in diesem Jahr frei, 180 Millionen Euro gehen an die Kommunen, 2,1 Millionen Euro davon an den Landkreis Wesermarsch. Das Geld war eigentlich für den Landeshaushalt 2016 vorgesehen.

Logemann rechnet damit, dass es 2016 angesichts der dramatischen Entwicklung mehr Geld gibt. „Was heute eine gute Zahl ist, kann morgen schon nicht mehr ausreichen“, sagt Logemann, Für die Kommunen kommt die Finanzspritze höchst gelegen. „Das garantiert uns, dass wir das Geld für die Flüchtlingsbetreuung vom Landkreis zurückerstattet bekommen“, sagt Brakes Bürgermeister Michael Kurz (SPD).

In einer Krisensitzung hatten sich die Bürgermeister am Mittwochmorgen mit Landrat Thomas Brückmann (parteilos) über die Flüchtlingssituationen in den Gemeinden unterhalten. Man wolle nun in einem Integrationskonzept für die Wesermarsch einheitliche Standards in der Arbeit vereinbaren, sagt Kurz. So müsse etwa die Sprachförderung in Schulen und Kindergärten geregelt werden. Personelle Entlastung in den Verwaltungen sei eines der drängendsten Themen. In Brake kümmern sich derzeit die Mitarbeiter von Sozial- und Ordnungsamt um alle Belange der Flüchtlinge. Dabei fallen kräftig Überstunden an. „Das machen meine Mitarbeiter, weil sie das Gute in der Sache sehen“, so Kurz. Auf Dauer sei das jedoch keine Lösung.

Auch Dieter Weitkamp, Vorstand der Flüchtlingsinitiative Refugium, hofft auf professionelle Unterstützung. Vielleicht sogar mit dem Geld, das jetzt aus Hannover kommt. „Wir brauchen jemanden, der unsere Ehrenamtlichen davor schützt, in der Arbeit aufgerieben zu werden“, sagt der Diplom-Pädagoge. 40 Ehrenamtliche helfen denen, „die durchs Rost gefallen sind“, wo sie nur können.

Rund 10 000 Euro braucht der Verein, um sich als Projektträger zertifizieren zu lassen. Andernfalls könne man etwa keine Integrationskurse anbieten. „Wo sollen wir als ehrenamtlicher Verein bitte 10 000 Euro auftreiben?“, fragt Weitkamp. Hilfe muss jetzt kommen. „Es ist allerhöchste Eisenbahn.“

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Tobias Schwerdtfeger Leitung / Regionalredaktion
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