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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Landkreis verteidigt Schulausfall

12.01.2016

Brake „Unsere Schulen bleiben geschlossen“ – diese Entscheidung hatte der Landkreis Wesermarsch in der vergangenen Woche gleich zweimal getroffen. Wegen der extremen Wetterverhältnisse war am vergangenen Mittwochnachmittag und auch am späten Donnerstagabend entschieden worden, dass die Schulbusse nicht fahren und somit der Unterricht ausfällt. Die Sicherheit der Schüler sei bei der angekündigten Straßenglätte nicht gewährleistet.

Doch dann kam es anders. Während am Donnerstagmorgen die Straßen noch ein wenig mit Schnee und Eis belegt waren, was die Winterdienste der Gemeinden allerdings schnell im Griff hatten, war am Freitagmorgen nichts mehr vom erwarteten Winterchaos zu merken. Die Plusgrade hatten den Schnee vom Vorabend schmelzen lassen.

„Es war trotzdem richtig, die Schule ausfallen zu lassen“, erklärte Landkreissprecher Matthias Sturm am Montag auf NWZ -Anfrage. Man müsse sich auf die Prognosen der Wetterdienste verlassen, und die hatten einstimmig Eisregen auch in der Wesermarsch angezeigt. „Wir möchten kein Risiko eingehen“, sagte Sturm weiter. Die Handlungsweise sei bewusst präventiv. „Wir möchten nicht, dass ein Unfall passiert, nur weil wir – durch solche Erfahrungen – gehemmt reagiert haben“, sagte der Sprecher weiter.

Auf die Kritik aus der Bevölkerung, vor allem in den sozialen Netzwerken, reagierte der Landkreissprecher gelassen. Dort hatte man vor allem den Lehrern vorgeworfen, die Schulferien noch um einige­ Tage verlängern zu wollen. Dem sei nicht so: „Die Schulen und auch die Lehrer haben keinen Einfluss auf unsere Entscheidung“, erklärt Sturm das Prozedere. Es sei eine Absprache zwischen Landkreis, Polizei und den Bauhöfen. Die Lehrer hätten auch bei diesem Wetter eine Anwesenheitspflicht. „Die Lehrer waren meines Wissens da“, sagte­ Sturm. In den Grundschulen gab es zudem ein Betreuungsangebot für Kinder, die nicht zu Hause bleiben konnten.

Allerdings ist der Landkreissprecher auch einsichtig: „Im Nachhinein betrachtet, hätte man es sicher anders machen können“, räumt Sturm ein. Zum Zeitpunkt der Entscheidung sei die Prognose aber anders gewesen.

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