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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

WIRTSCHAFT: Landtag stärkt den Flugzeugbauern den Rücken

07.03.2007

Einswarden/fil – Die Airbus-Beschäftigten können sich im Kampf um ihre Arbeitsplätze der Rückendeckung aller Landtagsfraktionen sicher sein. Im Beisein des Einswarder Betriebsratsvorsitzenden Michael Eilers hat der Landtag gestern einstimmig eine Resolution beschlossen, mit der die Landesregierung und die Bundesregierung aufgefordert werden, sich für den Erhalt der deutschen Airbus-Standorte einzusetzen. „Wir freuen uns über die breite Unterstützung aus der Politik“, sagt Michael Eilers, „das ist ein wichtiges Zeichen in dieser Zeit.“

Vor der Landtagssitzung hatte der Einswarder Betriebsratsvorsitzende gemeinsam mit seinem Vareler Amtskollegen Jürgen Bruns in einem Gespräch mit Ministerpräsident Christian Wulff und den Fraktionsvorsitzenden die derzeitige Lage in den Airbus-Werken geschildert. Dabei machte er deutlich, dass die Stimmung alles andere als gut sei. Mit Spannung blickt die Belegschaft laut Eilers der nächsten Mittwoch anstehenden Sitzung des Europäischen Betriebsrates entgegen, in der Airbus-Chef Louis Gallois sich zu Einzelheiten des Sparprogramms Power 8 äußern will.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Björn Thümler betrachtet die Landtagsentschließung als ein deutliches Signal an das Airbus-Management, dass „Deutschland sich nicht über den Tisch ziehen lässt“. Er warnt vor „nationalen Egoismen“, bei denen die Interessen der deutschen und französischen Arbeitnehmer gegeneinander ausgespielt würden. Entsprechend sei auch ein Wettrüsten bei der Kapitalerhöhung abzulehnen.

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Die Grünen-Landtagsabgeordnete Ina Korter schließt sich der scharfen Kritik an der Aussage von Airbus-Chef Gallois an, dass auch für den Standort Nordenham ein Verkauf in Frage komme (die NWZ berichtete gestern). Nach den „unkonkreten“ Äußerungen des Geschäftsführers von Airbus-Deutschland, Gerhard Puttfarcken, bei der Betriebsversammlung in Einswarden am vergangenen Freitag sei ihr schon der Verdacht gekommen, „dass Standorte erster und zweiter Klasse gegeneinander ausgespielt werden sollen“. Damit verfolge die Konzernleitung offenbar das Ziel, den Widerstand der Beschäftigten und die Unterstützung durch die Politik zu spalten. Ergänzend zu der gestern verabschiedeten Resolution schlägt Ina Korter vor, eine „Parlamentarische Gruppe Luftfahrt“ einzurichten, die fraktionsübergreifend das Thema Airbus begleitet.

Bürgermeister Dr. Georg Raffetseder, der gestern ebenso wie Landrat Michael Höbrink als Gast die Landtagssitzung verfolgte, bezichtigt das Airbus-Management der Unglaubwürdigkeit. Damit bezieht er sich auf die jüngsten Aussagen von Louis Gallois. Nach Bekanntwerden der Power-8-Pläne hatte sich Raffetseder zunächst positiv über das Umstrukturierungskonzept mit einem Investitionspartner für das Einswarder Werk geäußert. Jetzt aber habe sich das Blatt durch die Gallois-Äußerungen gewendet und es drohe auch der Ausverkauf des Standortes Nordenham.

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