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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Linken-Ratsherr verlässt Partei im Streit

28.06.2017

Brake Die Partei „Die Linke“ in der Wesermarsch kommt nicht zur Ruhe: Jetzt hat auch Marco Schellstede „unwiderruflich“ seinen Austritt aus der Partei zum 30. Juni erklärt. „Mein freies Mandat im Rat der Kreisstadt Brake, das ich bei der Kommunalwahl am 11. September 2016 durch Direktwahl erhielt (...) werde ich als ,unabhängiger Linker‘ weiterführen“, schreibt er in einer E-Mail an den Landesverband. Schellstede war mit 148 Stimmen als einziger Kandidat seiner Partei direkt gewählt worden.

In der Mail nennt Schellstede die „unerträglichen, nunmehr schon seit Jahren andauernden Querelen um eine vermeintlich ihm große bevorstehende Karriere als Berufspolitiker eines Herrn Thomas Bartsch“ als Grund. Bartsch ist Beiratsmitglied im Landesvorstand und steht auf Platz 14 der Landesliste.

Bereits kurz nach der Kommunalwahl hatte Edgar Di Benedetto den Austritt aus der Partei verkündet und sich der Unabhängigen Wählergemeinschaft angeschlossen. Er hatte seine Mandate im Kreistag und im Elsflether Stadtrat ebenfalls behalten.

Wie zerrissen das Tischtuch ist, zeigt eine Formulierung Schellstedes, der „eine Kontaktaufnahme ausschließlich über den Genossen Gerold Hohlen, Sprecher des Vorstandes des Kreisverbandes Wesermarsch“ wünscht. „Einen Kontakt zu den anderen Mitgliedern des Kreisvorstandes lehne ich strikt ab!“

Der Kreisvorstand seinerseits wirft Schellstede anhaltende „Diffamierungen“ vor. In einer von den Vorsitzenden Astrid Ammermann und Gerold Hohlen gezeichneten Stellungnahme ist von „unsolidarischem Wahlkampf“ die Rede, „in dem er Parteimaterialien unterschlagen und für seinen persönlichen Wahlkampf verwendet hat“.

Neben einzelnen Landesvorstandsmitgliedern fordert auch der Kreisvorstand Schellstede auf, „der Fairness halber sein Mandat niederzulegen, da die Partei ihn aufgestellt hat und er nicht als Person unabhängig von der Partei gewählt wurde“. Der Kreisvorstand spreche „ausdrücklich den Vorwurf der Wählertäuschung an“, heißt es in der Stellungnahme auch unter Verweis auf den Austritt von Edgar di Benedetto weiter.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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