• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Bildung: Luisenhof-Vorstoß sorgt für Wirbel

10.03.2016

Nordenham Mit ihrem Aufruf an die Stadt Nordenham und den Landkreis Wesermarsch, den dauerhaften Erhalt der Oberschule am Luisenhof sicherzustellen, haben die Vereine aus dem Stadtnorden für viel Wirbel gesorgt. Kritische Stimmen kommen aus dem Lager der FDP, während die CDU den Vorstoß „grundsätzlich unterstützt“. Die Unabhängige Wählergemeinschaft (UW) schlägt vor, dass die Stadt Nordenham in der Schulstandortdiskussion eine Entscheidung trifft, der sich der Kreistag anschließen sollte.

Als Vorsitzender der FDP-Fraktionen im Stadtrat und im Kreistag äußert Manfred Wolf den Verdacht, dass ein CDU-Kreistagsmitglied, das „unbedingt seine persönliche Schulpolitik umgesetzt wissen möchte“, den Aufruf verfasst haben könnte. „Die Unterzeichner ignorieren jegliche Beschlusslagen aus den letzten zwei Jahren sowohl im Stadtrat als auch im Kreistag zur notwendigen Schulentwicklungspolitik“, sagt Manfred Wolf. Das Schreiben, das auf Initiative des Bürgervereins Blexen veröffentlicht wurde, löse eine erneute Unsicherheit aus. „Niemand in den Fraktionen möchte ein Schul- und Sportzentrum im Stadtnorden aufgeben“, betont Manfred Wolf, „allerdings müssen jederzeit Entwicklungsüberlegungen möglich sein.“

Unabhängige halten Empfehlung der Stadt für Massgebend

Im Kreistag herrscht trotz Hinzuziehen eines Gutachters Uneinigkeit über die Form der Fortführung der Schule am Luisenhof und der Oberschule I in Nordenham. Vor diesem Hintergrund hält es die Kreistagsfraktion der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UW) für ratsam, dass sich der Landkreis bei seiner Entscheidung danach richtet, wie die Stadt Nordenham die Lage einschätzt. Einen entsprechenden Antrag hat die UW-Fraktionsvorsitzende Birgitt von Thülen eingereicht.

Eine Überführung der weiterführenden Schulen in die Trägerschaft der Stadt Nordenham halten die Unabhängigen mit Blick auf die Bildungskoordination in der Wesermarsch für „kontraproduktiv“. Es gehe der UW keineswegs darum, den „schwarzen Peter“ der Entscheidung an die Stadt Nordenham weiter zu reichen. „Unsere Position steht fest“, sagt Birgitt von Thülen, „wir sprechen und klar für den Erhalt der Luisenhofschule als eigenständige Schule aus.“ Zwei Schulen mit unterschiedlichen Schwerpunkten ließen den Eltern eine Wahlmöglichkeit offen, die es bei einer Zusammenführung nicht geben könne.

Wie berichtet, haben die Luisenhof-Oberschule in Einswarden und die Oberschule I an der Pestalozzistraße ihre Umwandlung in Integrierte Gesamtschulen beantragt. Der FDP-Vormann sieht die Schulleitungen gefordert, sich fristgerecht auf eine gemeinsame inhaltliche Ausrichtung unter Einbeziehung der Landesschulbehörde zu verständigen. Vor weiteren Beschlüssen auf politischer Ebene sollte dieses Ergebnis abgewartet werden.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Manfred Wolf verweist darauf, dass der Landkreis Wesermarsch für die Trägerschaft der weiterführenden und berufsbildenden Schulen verantwortlich sei. „Glaubt man ernsthaft, dass der Landkreis drei Schulen – Gymnasium, Oberschule I und Oberschule Luisenhof – aus der Schulträgerschaft entlässt und sie der hoch verschuldeten Stadt Nordenham überträgt?“ Darüber hinaus wundert sich der FDP-Politiker, dass der Nordenhamer Vize-Bürgermeister Ulf Riegel (SPD) als beteiligter Kommunalpolitiker einen solchen Aufruf unterzeichnet.

Die CDU-Stadtratsfraktion hingegen begrüßt den Aufruf der Vereine zum Erhalt des Oberschulstandortes am Luisenhof. Nur zusammen mit dem geplanten Grundschulstandort für die Stadtteile Einswarden und Blexen könnten könne dann am Luisenhof das Sportzentrum und Hallenbad langfristig gesichert werden. „Der Stadtnorden braucht dieses ortsteilübergreifende Bildungszentrum unbedingt“, betonen Fraktionschef Horst Wreden und Pressewart Dr. Tilman Kaethner. Schulleitung und Elternschaft müssen in Zusammenarbeit mit der Leitung der Oberschule I weiter an einem zukunftsfähigen Konzept für eine eigenständige Schule im Stadtnorden arbeiten.“ Jedoch gehe der Vorschlag der Vereine, die Stadt möge die Schulträgerschaft für alle Schulformen in Nordenham übernehmen, an der Realität vorbei. Die damit verbundene finanzielle Belastung könne die klamme Stadt nicht tragen.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
Rufen Sie mich an:
04731 9988 2201
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.