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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Gedenkfeier zur Reichspogromnacht in Nordenham: In mahnender Erinnerung

09.11.2020

Nordenham In mahnender Erinnerung an die Schrecken der Nazi-Herrschaft richtet das Aktionsbündnis Nordenham bleibt bunt an diesem Montag, 9. November, eine Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht aus. Dazu gehören ab 17 Uhr Mahnwachen an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet. Den Abschluss bildet eine zentrale Mahnwache, die ab 18.15 Uhr auf dem Marktplatz stattfindet. Die Veranstalter hoffen auf eine große Beteiligung seitens der Bevölkerung.

Verfolgt und ermordet

Als am 9. November 1938 zahlreiche Synagogen in Nazi-Deutschland in Flammen aufgingen, begann eine systematische Verfolgung von Juden, die im Holocaust gipfelte. Auch Nordenhamer Juden wurden damals drangsaliert, inhaftiert oder in Konzentrationslager deportiert. Einigen wenigen gelang die Flucht. Die meisten wurden in den Vernichtungslagern ermordet.

Das Aktionsbündnis will ein Zeichen dafür setzen, dass die Gräueltaten des nationalsozialistischen Regimes nicht vergessen sind.

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Messingtafeln mit den Namen der Opfer

24 Stolpersteine aus Messing erinnern an die verfolgten Nordenhamer Juden.

An sieben Standorten m Nordenhamer Stadtgebiet befinden sich in den Boden eingelassene Messingtafeln, die an das Schicksal der verfolgten Juden in der Nazi-Zeit erinnern. In diese insgesamt 24 Stolpersteine sind die Namen der Opfer eingraviert. Der Künstler Gunter Demnig aus Köln hatte die Gedenksteine im September 2010 verlegt. Sie befinden sich vor den Häusern, in denen die jüdischen Mitbürger gewohnt hatten.

An diese Nordenhamer Juden, die Opfer der Nazi-Diktatur waren, erinnern die Stolpersteine: Bahnhofstraße 18: Paul, Frederike, Eugen und Emil Stoppelmann; Ecke Bahnhofstraße/Friedrich-Ebert-Straße: Robert, Josephine, Susanne und Paul Löwy; Friedrich-Ebert-Straße 14: Walter Friedmann sowie Adalbert, Leontine und Renate Meyer; Wilhelmstraße 16: Emanuel, Mirjam, Elimar, Louis, Rosa und Erich Pinto; Walther-Rathenau-Straße 208: Adolf und Emma Oss; Am Salzendeich 19: David, Thekla, Erwin und Leopold Jacobson.

Seit September 2010 gibt es 24 sogenannte Stolpersteine an sieben Adressen in Nordenham. Dort befinden sich die früheren Wohnhäuser der Nordenhamer Juden. Und dort finden auch die einzelnen Mahnwachen statt: ab 17 Uhr Am Salzendeich 19 in Einswarden, ab 17.30 Uhr an der Walther-Rathenau-Straße 208 sowie ab 17.45 Uhr an der Hafenstraße 13, an der Wilhelmstraße 16, an der Bahnhofstraße 18 und in der Fußgängerzone vor der Landessparkasse zu Oldenburg und der Commerzbank.

Seit 2015 organisiert der Lehrer und SPD-Ratsherr Nils Humboldt die jährlichen Mahnwachen, seit 2016 gemeinsam mit dem Kreisverband Wesermarsch des Deutschen Gewerkschaftsbundes. In diesem Jahr übernimmt das Bündnis Nordenham bleibt bunt die Federführung. Auch die Nordenhamer Kirchengemeinden beteiligen sich.

Abschluss auf Marktplatz

Um 18.15 Uhr beginnt die etwa halbstündige Abschlussveranstaltung auf dem Marktplatz. Nach einleitenden Worten von Nils Humboldt als Mitglied des Aktionsbündnisses wird es Ansprachen von Bürgermeister Carsten Seyfarth und von Dorothee Koch als DGB-Vertreterin geben. Außerdem sprechen die evangelische Pfarrerin Heike Boelmann-Derra und der katholische Pfarrer Karl Jasbinschek.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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