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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Mehrheit gegen Baumkataster

11.02.2017

Lemwerder Ein Baumkataster wird es in Lemwerder vorerst nicht geben. Die Fraktion der Unabhängigen ist mit diesem Vorschlag im Fachausschuss am Donnerstagabend klar gescheitert. Aber immerhin: Wenn absehbar Bäume in der Gemeinde gefällt werden sollen, dann soll der Fachausschuss rechtzeitig vorher informiert werden – und interessierte Bürger über die Internetseite der Gemeinde ebenfalls. Darauf haben sich die Fachausschussmitglieder nach längerer Diskussion verständigt.

 Acht Bäume betroffen

Tatsächlich hat Fachbereichsleiter Matthias Kwiske bereits Baumfällmaßnahmen angekündigt, die in den nächsten Tagen umgesetzt werden sollen. Vier Bäume vor dem Eingangsbereich der Begegnungsstätte (Edenbütteler Straße) gefährden nach seinen Angaben die Verkehrssicherheit durch ihren Wurzelwuchs. Die Straße ist schon aufgebrochen. Ersatzanpflanzungen sind vorgesehen.

Am Weg von der Tennishalle zum Jugendtreff „JuLe“ werden ebenfalls vier Bäume entfernt. Dieser Weg soll als Zufahrt für Rettungsfahrzeuge hergerichtet werden und ist dafür bis jetzt zu schmal, sagt Kwiske. Auch für diese Bäume sind Ersatzanpflanzungen geplant – wann und wo ist in beiden Fällen noch offen.

 Eschentriebsterben

Kwiske und Bürgermeisterin Regina Neuke gehen außerdem auf die Baumfällaktion an der Stedinger Straße ein. Dies ist eine Maßnahme der Straßenbauverwaltung ohne Kenntnis der Gemeindeverwaltung gewesen. Laut Straßenbauverwaltung waren die gefällten Eschen vom so genannten Eschentriebsterben betroffen – damit ist eine Pilzerkrankung des Baumes gemeint, die bisher nicht erfolgreich bekämpft werden kann. Die gefällten Eschen sollen durch Ulmen ersetzt werden, die allerdings auf der anderen Straßenseite gepflanzt werden sollen, wie Bürgermeisterin Regina Neuke erklärt. Aus ihr nicht nachvollziehbaren Gründen hätten die Experten der Straßenbauverwaltung darauf bestanden, dass die Neuanpflanzung auf der gleichen Seite nicht möglich ist.

 Konträre Meinungen

Soweit die aktuell geplanten Baumfällungen. Weitergehende systematische Erfassungen von Bäumen kann die Verwaltung dagegen nicht leisten, bittet die Verwaltungschefin, sich gegen den Baumkatasterantrag der UWL-Fraktion auszusprechen. Zudem macht ein Kataster aus ihrer Sicht nur Sinn, „wenn ich daraus Informationen bekomme“. Andernfalls werde nur „weiterer Datenmüll produziert“.

Ewald Helmerichs (SPD) ergänzt, dass für den aufgeführten Erfassungskatalog die Mitarbeiter des Bauhofes überfordert seien. „Dafür braucht man einen Fachmann“, sagt er.

 Nur 3 Ja-Stimmen

Sven Schröder (UWL) verweist auf die Stadt Delmenhorst, wo es eine einfache Übersicht geben soll. „Mir geht es darum zu wissen, wie viele Bäume gefällt werden und wie viele nachwachsen“. Diese Arbeit könnten die Bauhof-Mitarbeiter bei ihren Baumpflegemaßnahmen durchaus leisten, glaubt er.

Bei der abschließenden Abstimmung heben die beiden UWL-Vertreter und die Grünen-Ratsfrau Brigitta Rosenow für das Kataster die Hände; die sechs FDP-, CDU- und SPD-Ausschussmitglieder stimmen dagegen.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
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