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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Mietzahlungen Anfang 2012 eingestellt

26.11.2013

Nordenham Bei dem stark verwesten Leichnam, den ein Mitarbeiter des Bauhofes vor einer Woche in einer Wohnung des Obdachlosenheims an der Walther-Rathenau-Straße fand, verdichten sich die Hinweise, dass es sich um einen 62-jährigen gebürtigen Schweiburger handelt.

Das teilte Kriminalhauptkommissar Uwe Thöle, der bei der Nordenhamer Polizei den Kriminal- und Ermittlungsdienst leitet, am Montag auf Anfrage der NWZ  mit. Damit bestätigte er erste Vermutungen hinsichtlich der Identität des Mannes. Die Polizei geht von einer abschließenden Identifizierung in Kürze aus.

Am Dienstag vergangener Woche hatte ein Bauhofmitarbeiter die Leiche in der vermeintlich leerstehenden Wohnung im Obergeschoss des Gebäudes entdeckt (die NWZ  berichtete). Die Polizei geht davon aus, dass sich der Leichnam seit zwei Jahren in der Oberwohnung befand.

Stadt bekräftigt Zweifel

Die Stadtverwaltung bekräftigte am Montag allerdings ihre Zweifel am Zeitpunkt des Todes. Der Leiter des Sozial- und Ordnungsamtes, Rudolf Müller, betont, es gebe Anhaltspunkte, wonach der Mann erst im Sommer verschwunden sei. Darüber hinaus bestätigte Rudolf Müller, dass bis Februar 2012 Überweisungen für Miete der Wohnung vom Jobcenter auf dem Konto der Stadt eingegangen seien. Unklar ist, warum der Mann offenbar nicht vermisst wurde.

Die schlichten Zwei-Zimmer-Wohnungen gehören der Gemeinnützigen Nordenhamer Siedlungsgesellschaft und sind von der Stadt angemietet. Von den zwölf Wohnungen, die auf drei Hauseingänge verteilt sind, stehen sechs zurzeit leer.

Die Polizei hält nach Abschluss der rechtsmedizinischen Untersuchung der Leiche in Oldenburg und ihrer Ermittlungen jedoch am Todeszeitraum fest und widerspricht damit der Vermutung der Stadtverwaltung. „Ein Körper kann nicht innerhalb weniger Monate skelettieren“, sagt Kriminalhauptkommissar Uwe Thöle. Aufgrund der Gesamtumstände gehe die Polizei von diesem Zeitraum aus.

Kein Fremdverschulden

Für die Polizei sei nur von Bedeutung, dass ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden könne und dass die Identität zweifelsfrei geklärt werde, so Uwe Thöle.

Das Jobcenter konnte am Montag auf Anfrage keine Zahlungen für den Schweiburger bestätigen. Es sei möglich, dass er seiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen sei und das Jobcenter deshalb die Zahlungen eingestellt habe, mutmaßte Geschäftsführer Günter Thielemann. Aufgrund der fehlenden Überweisungen sei die Stadt davon ausgegangen, dass der Schweiburger die Wohnung verlassen habe. Das sei aber nur eine Vermutung, betont Günter Thielemann.

Felix Frerichs Nordenham / Redaktion Nordenham
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