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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Amoklauf: Nach Schüssen eine Nacht voller Angst

26.07.2016

Butjadingen /München Eine unbeschwerte Woche in München sollte es werden. Dann fielen die Schüsse. Sophie Winter und ihre Freundin Alena Hauske aus Tossens hielten sich am Freitagabend ganz in der Nähe auf, als ein 18-jähriger Deutsch-Iraner im Olympia-Einkaufszentrum neun Menschen erschoss. Noch am Montag zeigten sich die beiden jungen Frauen aus Butjadingen geschockt. Am Tatort stellten sie Kerzen für die Opfer auf.

Die 18-jährige Sophie Winter ist in Butjadingen auch als Sängerin unter dem Namen Sam Rox bekannt. Zusammen mit Alena Hauske (17) spielt sie in der Band Paradoxa. Die beiden jungen Frauen waren am vergangenen Donnerstag nach München gefahren, um dort eine Woche lang die Stadt zu erkunden. Am frühen Freitagabend hielten sie sich auf dem Tollwood-Festival im Olympiapark auf.

„Während des Soundchecks kam plötzlich die Meldung, dass es eine Schießerei gegeben habe“, berichtet Sophie Winter, „wir hatten Panik und große Angst, haben viel geweint“. Die jungen Butjadingerinnen wussten nicht, was sie tun sollten. Schnellstmöglich das Festival-Gelände verlassen oder dort bleiben – es habe die unterschiedlichsten Anweisungen gegeben. Sophie Winter und Alena Hauske entschieden sich, im Olympiapark zu bleiben.

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Bei dem Festival spielte der Musiker, Regisseur, Autor und und „Bernd das Brot“-Erfinder Tommy Krappweis mit seiner Band. Sophie Winter kennt ihn von einem gemeinsamen YouTube-Auftritt. Der Musiker erkannte die Butjadingerin im Publikum, holte sie für einen Song auf die Bühne. Das habe gegen die Angst geholfen und ihr Trost gegeben, sagt Sophie Winter.

Indes wussten die beiden Butjadingerinnen nicht, wo sie die Nacht verbringen sollten. Da es zu dem Zeitpunkt noch unklar war, ob weitere Täter hinter dem Amoklauf stecken und sich diese noch auf freiem Fuß befinden, trauten sich Sophie Winter und Alena Hauske nicht, auf ihrem Campingplatz zu übernachten. Sie holten von dort nur schnell ein paar Sachen und kamen dann in der Wohnung einer Frau unter, die sie auf dem Festival kennegelernt hatten.

Am Montag stellten die beiden Butjadingerinnen am Tatort Kerzen für die Opfer des Amoklaufs auf. Als „unglaublich schlimm“ bezeichnet Sophie Winter das Verhalten vieler Reporter, Kameraleute und Fotografen, die sich, so die 18-Jährige, ungefragt auf jeden stürzen, der am Tatort Blumen niederlegt, Kerzen aufstellt und um die erschossenen Menschen trauert. Das habe sie „sehr, sehr wütend“ gemacht, sagt Sophie Winter.

Ungeachtet der schrecklichen Ereignisse haben sie und Alena Hauske beschlossen, ihren Urlaub wie geplant bis Donnerstag fortzusetzen. Sophie Winter: „Wir werden versuchen, das Beste daraus zu machen.“

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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