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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Kinder: Neue Geräte nur aus Metall

26.11.2016

Stadland Alle Spielplätze in der Gemeinde Stadland sollen nach und nach erneuert werden. Das haben Bürgermeister Klaus Rübesamen (SPD) und Bauhofleiter Patrick Kauschmann am Freitagvormittag in einer Pressekonferenz im Rathaus mitgeteilt. Dabei sollen Spielgeräte aus Holz gegen solche aus Metall ersetzt werden.

Der Gemeinderat solle ein Konzept für die nächsten fünf Jahre beschließen, sagte Klaus Rübesamen. Dieses Konzept will ein Spielgeräte-Hersteller aus Flensburg am Donnerstag, 8. Dezember, im Infrastrukturausschuss des Rates vorstellen. Im Mittelpunkt steht der Schutz gegen Vandalismus.

„Kommen und zerstören“

Der ist auch auf dem Spielplatz an der Grundschule Rodenkirchen ein großes Problem, wie Hausmeister Holger Nass erläuterte. „Die Beschädigungen gehen von Jugendlichen aus, die sich dort nachmittags und am Wochenende aufhalten“, sagte er. „Die kommen dahin und zerstören.“

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„Es ist jeden Montag dasselbe Spiel“, sagte Holger Nass weiter. „Am besten wäre eine Kameraüberwachung, aber dann kommt sofort der Datenschutzbeauftragte des Landkreises.“

Selbst die von der Firma Metallbau Hemme gestifteten metallenen Bolzplatz-Tore hielten der Zerstörungswut nicht dauerhaft stand. „Auch den Zaun haben die Jugendlichen zerstört. Sie sind wie die Irren dagegen gesprungen.“

Der Bürgermeister ging auch auf die Kritik der Schulleiterin und Grünen-Fraktionsvorsitzenden an dem starken Ausfall von Spielgeräten auf diesem Platz ein: Was er von der schwarz/grünen Vorgänger-Mehrheit und seinem Vorgänger Boris Schierhold übernommen habe, könne er nicht in kurzer Zeit komplett bereinigen. Deshalb sei entschieden worden, das Thema mit dem neuen Rat konzeptionell zu entwickeln.

Nach Auskunft von Patrick Kauschmann unterhält die Gemeinde Stadland 21 Spielplätze, von denen zwei – einer an der Reiherstraße in Rodenkirchen, der andere in Kötermoor – stillgelegt seien. Auch die übrig gebliebenen seien für den Bauhof noch zu viel. Generell sei es unwirtschaftlich, wenn Bauhof-Mitarbeiter Spielgeräte selbst reparieren, sagte Patrick Kauschmann und nannte ein abschreckendes Beispiel: Die Reparatur der hölzernen Hängebrücke auf dem Spielplatz Grundschule Schwei habe zwei Wochen gedauert. Zuschneiden, hobeln, schleifen und anstreichen hätte eine Woche gedauert, der Wiederaufbau eine weitere.

„Nicht reparieren“

Deshalb sei es grundsätzlich besser, kaputte Spielgeräte nicht zu reparieren, sondern durch neue zu ersetzen – und zwar durch solche aus Metall. Das halte länger und sei auch resistenter gegen Vandalismus.

Denn der Kleiboden in der Wesermarsch mit seinem hohen Feuchtigkeitsgehalt zersetze das Holz schnell. Die übliche Lebensdauer eines hölzernen Spielgeräts betrage etwa zehn Jahre. Metall sei in der Anschaffung teurer, habe aber eine Lebensdauer von etwa 30 Jahren. Die Metallgeräte auf dem Spielplatz in Norderschwei seien schon 60 Jahre alt, obwohl sie, anders als die neuen Geräte, weder verzinkt noch pulverbeschichtet seien. Doch jetzt müssten sie abgebaut werden, sagte Patrick Kauschmann.

Der Austausch sei aber weder günstig noch schnell zu haben. Denn Geräte auf öffentlichen Spielplätzen müssten zahlreichen Vorschriften genügen – etwa der Abnutzungs-Norm DIN 1176. Erfülle ein Gerät diese Anforderungen nicht und komme es zu einem Unfall, müsse die Gemeinde haften. Geräte für öffentliche Spielplätze seien in der Regel fünfmal teurer als solche für private Haushalte.

Hausmeister Holger Nass kritisierte das Lehrerkollegium und den Förderverein der Grundschule Rodenkirchen, die – wie berichtet – auf eigene Faust Spielgeräte wie Pedalos und einen mobilen Basketballkorb angeschafft hatten. „TÜV und Sicherheitssiegel fehlen“, sagte er. „Wenn etwas passiert, klagen die Eltern sofort.“

Dass die neuen Spielgeräte nicht so schnell kommen wie von allen erhofft, liege nicht in der Verantwortung der Gemeinde, betonte Klaus Rübesamen: „Die Bestellung für die neue Vogelnestschaukel auf dem Spielplatz der Grundschule Rodenkirchen ist am 22. September rausgegangen. Jetzt ruft Patrick Kauschmann im Wochentakt an, aber das stört die Herstellerfirma nicht im Geringsten. Und die Wettbewerber haben auch keine kürzeren Lieferfristen.“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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