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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Aus Stedingen bis zum Zarenhof

23.10.2017

Neuenhuntorf Geboren im Jahr 1683 in Neuenhuntorf, gestorben 1767 in St. Petersburg – und dazwischen liegt ein so abenteuerliches Leben, dass man kaum an einem Abend nacherzählen kann. Helmuth Meinken, Gästeführer aus Oldenburg will es trotzdem versuchen.

Zum 250. Todestag von Graf Burchard Christoph von Münnich lädt er zu einem Vortrag über den Generalfeldmarschall der russischen Armee, Erbauer des Ladoga-Kanals in St. Petersburg, Arbeiter in sibirischer Verbannung und späterer Vertrauter von Katharina der Großen an seinem Geburtstort in Neuenhuntorf ein (Freitag, 27. Oktober, 17 Uhr im Gemeindehaus).

„Dieser Mann hat so viel erlebt und initiiert, das passt gar nicht in ein Menschenleben hinein“, sagt Meinken. Burchard Christoph von Münnich und seine zwei Brüder lernten ihr Ingenieurwissen im Wasserbau vom Vater Anton Günther Münnich, der als Deichgraf und Offizier in den dänischen Adelsstand berufen wurde.

Burchard Christoph von Münnich kämpfte bereits in vielen Schlachten, bevor er über den polnischen Hof im Jahr 1721 in den Dienst der russischen Armee trat. Dort leitete er den Bau des Ladogakanals, des Hafens von Kronstadt und der Festungswerke von Riga. Nachdem ihn bereits Peter I. zum Generalleutnant befördert hatte, ernannte ihn Peter II. 1727 zum General und erhob ihn in den russischen Grafenstand. Er wurde zum Träger des St. An-dreas-Ordens und des Alexander-Newski-Ordens. 1729 wurde er Gouverneur und Statthalter von Sankt Petersburg.

Nach einer steilen Karriere am russischen Hof fiel Münnich 1741 in Ungnade und wurde von Zarin Elisabeth I. als Hochverräter zum Tode verurteilt. Diese Strafe wurde in eine Verbannung nach Sibirien umgewandelt – 20 Jahre seines Lebens verbrachte der Stedinger Graf dort. Nach seiner Rehabilitierung diente Münnich unter Katharina der Großen und starb mit 84 Jahren in St. Petersburg. Bestattet ist er in Estland auf dem Familiengut.

Dort ist Gästeführer Helmuth Meinken für seine Recherchen selbst gewesen, auch diese Eindrücke wird er in seinem Vortrag schildern. „Von Münnich plante im Alter seine Rückkehr ins Oldenburger Land und hatte schon ein passendes Haus erworben – dieser Traum ging für ihn nicht mehr in Erfüllung“, weiß Meinken.

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
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