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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Atomumschlag in Nordenham: Trotz Kritik: Bund will Castor-Transport

24.10.2020

Nordenham Die Absicht des Bundesumweltministeriums, an dem für diesen Herbst geplanten Castor-Transport mit radioaktiven Abfällen zum Zwischenlager in Biblis festzuhalten, hat in der Gewerkschaft der Polizei (GdP) erneut scharfe Kritik ausgelöst. „Es ist ein Unding, dass der wirtschaftliche Druck, den Castortransport möglichst schnell durchzuführen, stärker wiegt als die Gesundheit der Polizistinnen und Polizisten“, sagt der Vorsitzende der GdP Niedersachsen, Dietmar Schilff.

Die Polizei sei aufgrund der zunehmenden Kontrollen und Durchsetzungsmaßnahmen der Corona-Regeln bereits stark ausgelastet. „Vor allem aber angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen ist ein solcher Einsatz aktuell eigentlich unverantwortlich“, betont Dietmar Schilff.

Ähnlich hatte sich der niedersächsische Innenminister Innenminister Boris Pistorius (SPD) geäußert, der ebenfalls ein „erhöhtes Infektionsrisiko für die Einsatzkräfte“ sieht. Die Landesregierung hält es daher für erforderlich, den im Frühjahr bereits abgesagten Transport jetzt ein weiteres Mal zu verschieben.

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Ein Infektionsschutz ist nach Einschätzung des GdP-Landesvorsitzenden bei solchen Großeinsätzen kaum zu gewährleisten. Ansteckungsgefahren entstünden auch durch Kontakte zu Demonstranten. In der Folge sei zu befürchten, dass unter Umständen „dutzende Kolleginnen und Kollegen in Quarantäne müssen und im Regeldienst nicht eingesetzt werden können“.

Trotz der Kritik sieht das Bundesumweltministerium zurzeit keine Veranlassung, den Castor-Transport zu unterbinden. Die zuständigen Innenbehörden würden die Pandemielage sehr genau beobachten und ihre Maßnahmen am Infektionsgeschehen ausrichten. Zudem liege ein gesondertes Hygienekonzept vor. Grundsätzlich sei der Transport zur Umsetzung völkerrechtlicher Verpflichtungen der Bundesrepublik Deutschland notwendig. Auch die genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen seien erfüllt.

Atomkraftgegner gehen davon aus, dass Ende Oktober/Anfang November ein Schiff mit sechs Castor-Behältern aus der Wiederaufbereitungsanlage im britischen Sellafield im Nordenhamer Stadthafen eintrifft. Der Weitertransport nach Biblis in Hessen soll per Bahn erfolgen. Die Termine und genauen Routen unterliegen aus Sicherheitsgründen der Geheimhaltung.

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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