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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Goethe-Gesellschaft Nordenham: Der richtige Augenblick für den Wechsel

11.01.2020

Nordenham Bei seinem Rücktritt als Vorsitzender der Nordenhamer Goethe-Gesellschaft im Januar 1994 sprach Rudolf Spohr seinerzeit von der Chance, der Ortsvereinigung durch einen Generationswechsel und eine „behutsame Erneuerung“ auch neue Perspektiven zu eröffnen. 26 Jahre lang hatte er die Geschicke des Vereins geleitet und ihn zur zweitgrößten der heute 57 Ortsvereinigungen der Muttergesellschaft in Weimar gemacht. Über 250 Mitglieder, über 400 Veranstaltungen und eine gesunde Finanzausstattung – so die Bilanz bei Übergabe der Verantwortung an den damals neu gewählten Vorsitzenden Dr. Burkhard Leimbach.

Der neue Vorsitzende sprach von „großen Schuhen“, die sein Vorgänger hinterlassen habe, und davon, dass er und sein Team zur Gratwanderung zwischen dem Versprechen, die Tradition zu wahren, und dem Vorsatz, Experimente zu wagen, bereit sei. Jetzt nach wiederum 26 Jahren hat auch Burkhard Leimbach seinen Rücktritt angekündigt. Seine Bilanz, die er während der Jahreshauptversammlung an diesem Sonntag ab 11 Uhr im Museum Nordenham präsentieren wird, steht der von Rudolf Spohr nicht nach: 331 Mitglieder, 175 Konzerte mit insgesamt 28 000 Zuhörern, 150 Vorträge mit 5 500 Zuhörern, eine weiterhin gesunde Finanzausstattung – und inzwischen die größte Goethe-Ortsvereinigung überhaupt.

Neue Generation

Die Gründe, die der 69-jährige für seinen Rücktritt anführt, ähneln den Argumenten, die Rudolf Spohr einst genannt hatte: Eine neue Generation sei herangewachsen mit neuen Ideen, einem neuen Lebensgefühl, einem neuen Denken. Beispielsweise werde kein Verein in Zukunft ohne eine eindrucksvolle Internetpräsenz seine Mitglieder- und Gästezahlen halten und ausbauen können. Dafür genüge keine auch noch so ästhetisch und inhaltlich anspruchsvolle Website. Vielmehr müssten Facebook, Twitter und Instagram bedient und gezielt eingesetzt werden.

Und weiter: „Es ist schwierig, den Altersdurchschnitt der Besucher bei Veranstaltungen zu schätzen, man liegt aber bestimmt nicht falsch, wenn man mindestens von 65, wenn nicht gar von 70 ausgeht.“ Diese Tendenz setze sich fort. Wenn die Goethe-Gesellschaft Nordenham Zukunft haben solle, dann müsse eine Verjüngung einsetzen. Dies sei am ehesten durch eine Programmgestaltung möglich, „die auch 30- bis 50-Jährige lockt“.

Außerdem sollte nach Meinung des Abbehausers ein zukunftsorientierter und erfolgversprechender Vorsitzwechsel genau dann erfolgen, wenn eine Organisation in voller Blüte stehe – und nicht erst, „wenn die Dynamik des Vorsitzenden erlahmt, das Programm eine gewisse Saturiertheit ausstrahlt und die Finanzen in Schieflage geraten“.

Geordnete Finanzen

Die Goethe-Gesellschaft Nordenham verfüge derzeit über geordnete Finanzen, die Besucherzahlen seien stabil, die Aufgabenverteilung im Vorstand habe sich bewährt, die Zusammenarbeit mit befreundeten Vereinen sei eingespielt und das Netzwerk zur Programmgestaltung differenziert und ausgeprägt. Jetzt sei also genau der richtige Augenblick für einen Wechsel. „Eine neue Vorsitzende oder ein neuer Vorsitzender kann sich auf diese Strukturen verlassen, um ihre oder seine Rolle zu finden“, sagt Burkhard Leimbach.

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