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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Goethe-Gesellschaft Nordenham: Stefanie Seyfarth übernimmt Vorsitz

14.01.2020

Nordenham Mit großer Spannung waren die Wahlen in der Jahreshauptversammlung der Nordenhamer Goethe-Gesellschaft erwartet worden. Dr. Burkhard Leimbach, der seit 26 Jahren die Kulturvereinigung leitete und im Team mit seinem Vorstand mit großem Engagement und viel Herzblut Jahr für Jahr ein ebenso unterhaltsames wie anspruchsvolles Programm austüftelte, hatte seinen Rücktritt angekündigt (die NWZ berichtete). Auf einstimmigen Beschluss der Mitglieder übernahm Stefanie Seyfarth den Posten.

Für die Neubesetzung des Amtes hatte Burkhard Leimbach die Bildung einer Findungskommission angeregt. Sie möge, so der Auftrag, jemanden ausgucken und ansprechen, der nicht nur in Nordenham wohnt, wesentlich jünger, digital fit und kulturell interessiert ist, sondern der in der Stadt auch bestens vernetzt ist. Keine leichte Aufgabe, wie Kassenwart Cristian Müller später in seinem Dank an Burkhard Leimbach unterstrich, denn der 69-Jährige habe große Schuhe hinterlassen. Nicht aber eingetretene Pfade. Er habe vielmehr in den vielen Jahren seines Wirken eine riesige kulturelle Spielwiese abgeschritten.

Kommission wird fündig

Tatsächlich wurde die Findungskommission auch fündig: Während der Jahreshauptversammlung am Sonntag im Nordenham-Museum schlug Burkhard Leimbach Stefanie Seyfarth vor. Sie ist eine studierte Juristin und Wahl-Nordenhamerin, 52 Jahre alt, ehemalige Projektmanagerin und seit dem Jahr 2010 Referentin der Hauptgeschäftsführung bei der Handelskammer in Oldenburg. In ihrer kurzen Selbst-Vorstellung während der äußerst gut besuchten Versammlung kam Stefanie Seyfarth ebenso persönlich wie verbindlich und überzeugend rüber.

Nordenham ist jetzt die Nummer eins

In der Jahreshauptversammlung der Goethe-Ortsvereinigung ist es üblich, dass der Vorstand auch Neuigkeiten über die in Weimar ansässige Muttergesellschaft vorträgt. Stolz berichtete Burkhard Leimbach, dass die Nordenhamer Gruppierung mit ihren 331 Mitgliedern mittlerweile den Kasseler Verein überholt habe und damit die Größte der 57 Ortsvereinigungen sei.

Neuer Präsident in Weimar ist Professor Dr. Stefan Matuschek. Mit großem Interesse und „schon einer gewissen Befriedigung“ hat Burkhard Leimbach registriert, dass er eine neue programmatische Ausrichtung aller Goethe-Gesellschaften befürworte. „Es soll in eine Richtung gehen, in die wir hier in Nordenham schon seit Jahrzehnten gehen“, sagte Burkhard Leimbach. Der große Dichter Johann Wolfgang von Goethe werde nicht als Säulenheiliger betrachtet, sondern als „allseits neugieriger, allem gegenüber aufgeschlossener und stets kritischer Mensch“.

Die Goethe-Freunde sprachen ihr deshalb einstimmig als neue Vorsitzende das Vertrauen aus. Ebenso einstimmig votierten sie für die Wiederwahl von Stefan Tönjes (Stellvertreter), Cristian Müller (Kassenwart) und Sandra Kaufhold (Schriftführerin).

Auf Vorschlag des ehemaligen Vorstandsmitglieds Christian Leopold wurde Burkhard Leimbach zum Ehrenvorsitzenden der Nordenhamer Goethe-Gesellschaft ernannt und gehört damit quasi auch weiterhin dem Vorstand an.

Den Wahlen voraus waren natürlich die Jahresberichte, die Vorträge des Kassenwartes und der Kassenprüfer sowie die Entlastung des Vorstandes gegangen.

Stefan Tönjes, der im Vorstand für die Sparte Musik verantwortlich zeichnet, zeigte sich mit den Besucherzahlen und der Resonanz auf alle Veranstaltungen „sehr zufrieden“.

Burkhard Leimbach erinnerte „an zahlreiche herausragende Vorträge“, verschwieg aber auch nicht, dass ihn die ebenso kurzfristige wie unbegründete Absage einer Referentin sehr enttäuscht und ein anderer Beitrag „die Erwartungen absolut nicht erfüllt“ habe.

Kassenwart Cristian Müller sprach von einem leichten Plus im vergangenen Jahr und einem bewusst sparsam gehaltenen Programm in 2020. Diese Zurückhaltung sei geboten, da sich die Goethe-Gesellschaft im nächsten Jahr anlässlich ihres 75. Geburtstags aufwendiger präsentieren wolle.

Aussprache im Anschluss

In der anschließenden Aussprache zu den Jahresberichten bedauerte ein Mitglied, dass es schon lange keine Großveranstaltung und kein Sinfonie-Konzert mehr gegeben habe. Ein Neu-Mitglied regte zudem an, im Verein einmal abzufragen, ob man besonders gelungene Vorträge etwa über den Islam oder Denglisch und Deutsch in aktualisierter oder ähnlicher Form nicht noch einmal wiederholen sollte. Der Jaderberger mit einem Augenzwinkern: „Wenn das so wäre, würde ich sogar zu Fuß hierherkommen.“

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