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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Integration: Starthilfe für eine Zukunft mit Erfolg

19.09.2019

Nordenham Eine ganz besondere Aktion wurde jetzt beim Refugium Wesermarsch auf die Beine gestellt. Seit vielen Jahren leistet der gemeinnützige Verein Integrationsarbeit im Landkreis. Dazu gehört auch die Integration in den Arbeitsmarkt. Im Zuge des Projektes „Netwin 3“ (Netzwerk Integration) hat das Refugium nun eine Qualifizierung zum Mediengestalter Ton für Flüchtlinge in Kooperation mit dem Sender RadioWeser.TV organisiert.

„Ich hatte schon lange die Idee, eine Aktion für Flüchtlinge anzubieten“, erzählt Torsten Folge, der Geschäftsführer von Radio Weser TV. Dabei sollte es einfach darum gehen, dass die Geflüchteten eine Aufgabe erhalten, aus ihrem Alltag entkommen und natürlich auch die deutsche Sprache erlernen können. Gemeinsam mit Doris Ammermann, der Vorsitzenden des Vereins Refugium Wesermarsch, habe er überlegt, wie man eine solche Aktion umsetzen könne. Passend zu dem „Netwin-3“-Projekt kam dann die Idee zustande, ein Flüchtlingsradio zu realisieren.

Das Projektteam bestand aus einer Gruppe von neun Flüchtlingen im Alter von 14 bis 21 Jahren. In einem Zeitraum von drei Monaten und insgesamt 70 Stunden hatten die Teilnehmer die Aufgabe, die Idee umzusetzen. Ziel war es, eine Magazinsendung zu produzieren. „Zusammen mit den Teilnehmern haben wir uns überlegt, was das Thema der Sendung sein kann und haben uns dafür entschieden, dass die Flüchtlinge ihre Lebensgeschichten und Lieblingsmusik vorstellen“, erzählt Torsten Folge. In der Sendung geht es zum Beispiel um Hobbys, Familie, Erlebnisse, Wünsche und Erwartungen der Flüchtlinge. „Den Teilnehmern sollten während des Projektes vor allem Teamfähigkeit, das Einhalten von Absprachen und Sprachkompetenz nähergebracht werden. Alles, was später auch im Arbeitsalltag wichtig wird“, erzählt Doris Ammermann.

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Antje Hinrichs war als pädagogische Anleiterin in dem Projekt tätig und hat den Flüchtlingen bei inhaltlichen und sprachlichen Fragen zur Seite gestanden. „Die Sendung soll dazu beitragen, dass Geflüchtete eine Stimme erhalten“, sagt sie. Torsten Folge war für die technische Unterstützung zuständig.

Mohammed Amiri aus Afghanistan war ein Teilnehmer des Projektes. „Ich war hauptsächlich für die Technik zuständig und habe sehr großes Interesse daran, mich auch weiterhin mit dem Thema zu beschäftigen“, erzählt er. Er sei schon länger technikbegeistert und wolle außerdem besser Deutsch lernen, deswegen habe er teilgenommen, sagt der 21-Jährige. Auch Mansur Jabari hat mitgemacht. Er habe durch seine Freunde von dem Projekt erfahren und Lust bekommen, mit ihnen etwas Neues zu lernen, sagt der 17-Jährige.

Die knapp einstündige Sendung mit dem Titel „Radio Jawanan“ ist am Mittwoch, 25. September, ab 17 Uhr auf Radio Weser TV zu hören. „Es soll eine Sendung sein, die viele Menschen anspricht. Vielleicht sogar Leute, die sich noch nie mit dem Thema Flucht beschäftigt haben und die durch die Sendung nun einen Einblick in das Leben der Flüchtlinge bekommen“, sagt Torsten Folge. Interesse, so ein Projekt erneut auf die Beine zu stellen, besteht sowohl von Seiten des Refugiums als auch von Radio Weser TV. „Wir könnten uns für das nächste Mal auch eine multikulturelle Gruppe vorstellen, in der die Flüchtlinge dann beispielsweise mit Deutschen zusammenarbeiten und sich austauschen können“, sagt Doris Ammermann.

Eyleen Thümler Volontärin, 1. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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