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NWZonline.de Region Wesermarsch Politik

Abfuhr für Thielings Wohnprojekt

28.11.2017

Nordenham Die um ihre Wohnqualität besorgten Anlieger können aufatmen: Das von ihnen kritisierte Bauvorhaben auf dem früheren Kleingartengelände zwischen Hansingstraße und Bahngleisen wird nicht kommen. Jedenfalls nicht in der bisher vorgesehenen Größenordnung. Die Fraktionen von SPD und FDP, die im Stadtrat zusammenarbeiten und die Mehrheit stellen, lehnen das Projekt des Investors Björn Thieling ab. Das haben die Fraktionsvorsitzenden Wilfried Fugel (SPD) und Manfred Wolf (FDP) am Montag auf Nachfrage der NWZ bestätigt. Ohne die Zustimmung des Stadtrates ist es nicht möglich, das erforderliche Bebauungsplanverfahren einzuleiten.

„Die SPD hat zurzeit keine Neigung, dort Bauland auszuweisen“, umreißt Wilfried Fugel die Meinung seiner Fraktion. Die Absicht des Investors aus Augustgroden, auf dem Grünstreifen fünf Gebäude mit etwa 120 Wohnungen zu errichten, entspricht nach Angaben des SPD-Vormanns „nicht unseren städtebaulichen Überlegungen“. Ziel müsse eine Stärkung der Innenstadt sein. Und dazu passe das künftige Neubaugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Wesermarsch-Klinik besser.

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Manfred Wolf sieht die Sache ähnlich. Zudem zweifelt er den Bedarf für ein Wohnbauprojekt in den von Björn Thieling angepeilten Dimensionen an. „Unsere Haltung ist ganz klar negativ“, sagt Manfred Wolf.

Auch das Argument des Investors, dass sich immer mehr Familien lieber eine gut ausgestattete Eigentumswohnung als ein Haus zulegen wollten, halten die Freidemokraten für wenig überzeugend. „Einen solchen Trend sehen wir hier in der Region nicht“, sagt Manfred Wolf. Bei anderen Neubauprojekten in Nordenham habe sich gezeigt, dass es nicht einfach sei, Käufer für Eigentumswohnungen in gehobener Preisklasse zu finden. Als Beispiel für die schwierige Vermarktung führt er das Theater-Karree an der Müllerstraße an. Manfred Wolf spricht sich dafür aus, dass die Stadt eine Prioritätenliste für künftige Baugebiete ausarbeitet. Das von Björn Thieling 2014 ersteigerte Kleingartengelände, das früher der Bahn gehörte und sich über 6,9 Hektor erstreckt, gehört laut Manfred Wolf nicht dazu. Dort sei allenfalls ein kleineres Projekt mit Einfamilienhäusern denkbar.

Die CDU-Ratsfaktion hat sich noch keine abschließende Meinung gebildet. Sie will die Ergebnisse einer Wohnraumbedarfsermittlung für Nordenham abwarten. „Wir sind nicht grundsätzlich gegen das Vorhaben“, sagt Fraktionsvorsitzender Horst Wreden, „aber die entscheidende Frage ist, ob wir so viele Wohnungen brauchen.“ Was ihm an den Plänen nicht gefällt, ist die dichte Anordnung der vier- bis fünfstöckigen Wohnblöcke. Auf jeden Fall müsse die Stadt die Sorgen der Anlieger ernst nehmen.

Auch für die Wählerinitiative Nordenham (WIN) spielt die Wohnraumpotenzialanalyse eine große Rolle. WIN-Fraktionsvorsitzender Joachim Gorges lehnt die Thieling-Pläne nicht von vorherein ab, sondern hält es für sinnvoll, sich genauer damit zu beschäftigen und offene Fragen mit dem Investor zu klären. „Man sollte auf jeden Fall darüber reden“, findet Joachim Gorges, „das Projekt könnte auch eine Chance für den Stadtteil sein.“

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Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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